Lustig und gegen kriminelle Ausländer zu sein – das reicht nicht für einen Erfolg in der Politik, so könnte das Ergebnis von Stadtparteiobmann Karl Mahrer (Screenshot aus einem Wahl-Video unten) zusammengefasst werden, der heute ein katastrophales Wahlergebnis für die ÖVP zu verantworten hat (siehe: www.exxtra24.at/wahler-watschen-fur-die-wiener-spo-die-fpo-jubelt/). Besonders bitter: Sogar die NEOS überholten noch knapp die ÖVP – sie ist nur noch auf dem 5. Platz in Wien, exxtra24 hat davor schon vor Monaten diese Entwicklung vorhergesagt (siehe: www.exxtra24.at/debakel-droht-rutscht-die-ovp-in-wien-auf-platz-5/)
Jetzt war aber der jetzige Bundeskanzler auch Generalsekretär der ÖVP, als festgelegt worden ist, wer die Volkspartei in die Wien-Wahl führen sollte. Und von Stocker ist keine öffentliche Warnung bekannt, dass er ein Debakel mit Mahrer befürchte. Selbst als aufgeflogen ist, dass der Stadtparteichef auch noch als Angeklagter vor Gericht auftreten muss und ihm sogar eine Haftstrafe drohen könnte, blieb der ÖVP-Generalsekretär und spätere Kanzler untätig – es folgte kein Austausch des Wiener Spitzenkandidaten.
Die Schuld am Wahldesaster dürfte Mahrer aber nicht allein treffen: Viele Wähler könnten auch von der Performance der ÖVP in der Bundesregierung enttäuscht sein – und sich auch noch daran erinnern, dass ihnen ein ÖVP-Finanzminister vor der Nationalratswahl im September nicht die Wahrheit über das Budget-Chaos gesagt hat.
Die massive Niederlage in Wien ist jedenfalls sicher keine Stärkung der Bundes-ÖVP. Ein „Weiter wie bisher“ mit etwas unseriösen Versprechungen zum „Stopp“ des Familiennachzugs wird die künftigen Umfrage-Ergebnisse der ÖVP nicht wirklich verbessern.
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