Gmunden – Im Stadtteil Tastelberg sorgt eine erneute Verunreinigung des Trinkwassers mit Colibakterien für Aufregung. Wie die Stadt Gmunden am Freitag mitteilte, wurden bei den monatlichen Wasserproben erneut Bakterien des Stammes E. coli nachgewiesen. Diese gelten als Indikator für fäkale Verunreinigungen und können gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall verursachen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung
Die Stadtverwaltung rät dringend dazu, das Leitungswasser vor dem Konsum mindestens drei Minuten abzukochen. Dies gilt insbesondere für die Zubereitung von Speisen, das Reinigen von Lebensmitteln sowie für die Nutzung in Kaffee- oder Teemaschinen. Auch Geschirr sollte nur mit heißem Wasser gereinigt werden, und energiesparende Programme bei Geschirrspülern sind zu vermeiden.
Ursachenforschung läuft auf Hochtouren
Bereits im August 2025 waren Colibakterien im Trinkwasser des Stadtteils festgestellt worden. Damals konnten die Behörden die Situation durch Sofortmaßnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Nun wird intensiv nach der Quelle der erneuten Verunreinigung gesucht. Laut dem Bürgermeister von Gmunden, Stefan Krapf, sind die zuständigen Stellen rund um die Uhr im Einsatz, um die Ursache zu identifizieren und die Trinkwasserversorgung wieder sicherzustellen.
Hotline für betroffene Bürger
Für Fragen und Anliegen der Bevölkerung wurde eine Hotline eingerichtet. Diese ist unter der Nummer 0676/88794999 erreichbar – an Werktagen von 8 bis 12 Uhr und am Wochenende von 9 bis 11 Uhr. Zudem informiert die Stadt Gmunden auf ihrer Website über die betroffenen Straßenzüge und gibt Handlungsempfehlungen.
Engmaschige Kontrollen seit August
Wie der ORF Oberösterreich berichtet, wurden die Kontrollintervalle nach dem ersten Vorfall im Sommer deutlich verkürzt. Statt der üblichen Abstände werden nun monatlich Proben aus dem öffentlichen Wassernetz entnommen. Diese engmaschigen Tests sollen sicherstellen, dass mögliche Belastungen frühzeitig erkannt und rasch Maßnahmen ergriffen werden können.
Betroffene Straßenzüge
Laut „MeinBezirk“ sind zahlreiche Straßen im Stadtteil Tastelberg betroffen, darunter der Tastelbergweg, die Georgstraße und die Laudachseestraße. Eine vollständige Liste der betroffenen Gebiete ist auf der Website der Stadt Gmunden einsehbar.
Gesundheitliche Risiken
Fachleute warnen vor möglichen gesundheitlichen Folgen. Typische Symptome einer E.-coli-Infektion sind Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Durchfall. Die Bevölkerung wird gebeten, bei entsprechenden Symptomen ärztlichen Rat einzuholen.
Quellen: oe24.at, ooe.orf.at, meinbezirk.at, exxpress.at, nachrichten.at
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