Christian Ries übernimmt die Spitze der FPÖ Burgenland

Christian Ries übernimmt die Spitze der FPÖ Burgenland

Nach turbulenten Wochen und einer überraschenden Wendung steht nun fest: Christian Ries ist der neue Klubobmann der FPÖ Burgenland. Doch der Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

Ein Wechsel mit Hindernissen

Die Wahl von Christian Ries zum Klubobmann der FPÖ Burgenland war notwendig geworden, nachdem Norbert Hofer sein Amt niedergelegt hatte, um in die Privatwirtschaft zu wechseln. Hofer bleibt jedoch weiterhin einfacher Mandatar im Landtag, wie er betonte, um seinen Wählern treu zu bleiben. Überraschend war jedoch, dass Ries ursprünglich gar nicht zur Wahl antreten wollte. Zunächst fiel die Wahl auf den Abgeordneten Sandro Waldmann, der jedoch aus persönlichen Gründen ablehnte. Waldmann erklärte, dass er sich in der aktuellen Situation nicht in der Lage sehe, die Funktion zu übernehmen. Hintergrund: Gegen ihn lief ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, das er mit einem Diversionsangebot der Staatsanwaltschaft beendete.

Ries kündigt „scharfkantige Opposition“ an

Christian Ries, ein politisches Urgestein der FPÖ, kündigte an, dass die Partei unter seiner Führung eine „scharfkantige Opposition“ bleiben werde. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) müsse sich auf deutliche Kritik einstellen. Ries, der seit 1997 in der FPÖ aktiv ist und sowohl im Nationalrat als auch im Landtag Erfahrung gesammelt hat, sieht sich in der Verantwortung, die Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen. „Norbert Hofer hat hervorragende Arbeit geleistet und war ein Zugpferd bei der letzten Landtagswahl“, so Ries.

Kommunikation und Basisarbeit im Fokus

In den kommenden Monaten plant Ries eine „Ochsentour“ durch die Bezirke und Ortsgruppen, um die Basis zu stärken. Gleichzeitig will er die Kommunikation mit der Landespartei verbessern, da es hier laut seiner Einschätzung „noch Luft nach oben“ gibt. Personelle Änderungen im Klub sind jedoch nicht geplant. Ries, der seinen Job als Kriminalbeamter beendet hat, betonte, dass er sich voll und ganz auf seine neue Aufgabe konzentrieren werde.

Ein harmonischer Übergang?

Die Wahl von Ries wurde von Landesparteiobmann Alexander Petschnig als „freundschaftlich und gemeinschaftlich“ bezeichnet. Dennoch gab es bei der Abstimmung eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Ries selbst wählte sich nicht, wie er betonte. Johann Tschürtz, Zweiter Landtagspräsident, lobte Ries als erfahrenen Politiker und betonte, dass niemand durch die Entscheidung zurückgesetzt worden sei .

Quellen: oe24.at, ORF Burgenland, Der Standard, Die Presse
Credits: APA

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