Die SPÖ bleibt in Bewegung: Ex-Kanzler Christian Kern hat sich entschieden, nicht gegen Andreas Babler für den Parteivorsitz anzutreten. Diese Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen und einer klaren Botschaft von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der Kern keine Unterstützung zusicherte. Wie der „Kurier“ berichtet, fand ein entscheidendes Treffen zwischen Kern, Ludwig, Kärntens SPÖ-Chef Daniel Fellner und der dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures statt. Ludwig machte dabei deutlich, dass Kern auf sich allein gestellt sei.
Kern: „Keine Führungsdiskussion mehr“
In einem ausführlichen Statement auf Facebook erklärte Kern, dass er keine fortgesetzte Führungsdebatte in der SPÖ wolle. Er betonte, dass die Partei sich auf ihre Grundwerte und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen konzentrieren müsse. „Die Mehrheit in den Köpfen der Bevölkerung herzustellen, ist die viel unbequemere Aufgabe“, so Kern. Er kritisierte zudem Indiskretionen innerhalb der Partei, die ihn an den Wahlkampf 2017 erinnerten.
Unterstützung für die Regierung
Kern lobte das aktuelle Regierungsteam und sieht die Erholung der Wirtschaft und die sinkende Inflation als Chance. Er sprach sich dafür aus, die Arbeit der Regierung konstruktiv zu unterstützen, anstatt sich in parteiinternen Machtkämpfen zu verlieren. „Die SPÖ muss Alternativen zu destruktiven Kräften entwickeln“, erklärte er.
Babler ohne Gegenkandidaten
Mit Kerns Rückzug bleibt Andreas Babler der einzige Kandidat für den Parteivorsitz. Die SPÖ steht nun vor der Herausforderung, sich geschlossen zu präsentieren und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Ob Babler diese Aufgabe meistern kann, bleibt abzuwarten.
Quellen: oe24.at, Kurier, Der Standard, Kleine Zeitung
Credits: APA
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