Brutaler Überfall in Perchtoldsdorf: Bande stürmt Casino

Brutaler Überfall in Perchtoldsdorf: Bande stürmt Casino

In den frühen Morgenstunden des 3. Mai ereignete sich in einem Spielcasino in Perchtoldsdorf bei Mödling eine Szene wie aus einem Actionfilm. Fünf Täter, schwer bewaffnet mit Faustfeuerwaffen, Macheten und einem Schlagstock, versuchten einen brutalen Raubüberfall. Dank des schnellen Handelns eines Angestellten und der akribischen Ermittlungsarbeit der Polizei konnte die Bande größtenteils dingfest gemacht werden.

Der Überfall um 4 Uhr morgens

Wie oe24 berichtet, kundschaftete zunächst ein Mitglied der Gruppe die Lage im Casino aus. Kurz darauf stürmten seine vier maskierten Komplizen das Lokal. Da sich der allein anwesende Angestellte zu diesem Zeitpunkt in einem Nebenraum befand, kletterte einer der Täter über eine Glaswand, um in den Kassenbereich zu gelangen. Dort versuchte er vergeblich, die Kasse zu öffnen.

Währenddessen bewies der Angestellte Geistesgegenwart: Er schloss sich unbemerkt im Tresorraum ein und alarmierte von dort aus die Polizei. Die Täter mussten ohne Beute flüchten. Der Mitarbeiter erlitt einen schweren Schock, blieb aber körperlich unverletzt. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg.

Akribische Ermittlungen führen zum Erfolg

Das Landeskriminalamt Niederösterreich startete umgehend umfangreiche Ermittlungen. Diese führten die Beamten schließlich auf die Spur von zwei 20-jährigen Tschetschenen aus Wien, die bereits einschlägig vorbestraft waren. Wie oe24 meldet, erfolgte der Zugriff am 3. Juli in den Morgenstunden in deren Wohnungen in Rudolfsheim-Fünfhaus, unter Beteiligung von Spezialeinheiten wie der WEGA und der EGS.

Obwohl bei der Durchsuchung des Fluchtautos Tatkleidung sichergestellt wurde, zeigten sich die beiden Männer zunächst nicht geständig. Die Ermittlungen im Umfeld der Festgenommenen führten die Polizei jedoch zu zwei weiteren Komplizen: einem 19-jährigen Somalier und einem 20-jährigen Afghanen. Beide wurden ebenfalls festgenommen und legten, im Gegensatz zu den ersten beiden Verdächtigen, ein weitgehendes Geständnis ab.

Vier Täter in Haft, einer noch auf der Flucht

Die vier arbeitslosen Tatverdächtigen sitzen nun in der Justizanstalt Wiener Neustadt. Zum fünften Mitglied der Bande schweigen sie bisher beharrlich. Da alle Beschuldigten bereits polizeilich bekannt sind, werden nun auch Zusammenhänge mit anderen, ähnlich gelagerten Straftaten geprüft. Zusätzlich wird gegen die Männer wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz ermittelt. Die Suche nach dem letzten flüchtigen Täter läuft weiter auf Hochtouren.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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