Britische Natur zu „weiß“? Regierung startet Diversity-Offensive

Britische Natur zu „weiß“? Regierung startet Diversity-Offensive

Die britische Landschaft steht im Fokus einer neuen Diversity-Strategie. Ein Bericht des Umweltministeriums Defra kritisiert, dass Nationalparks und ländliche Gebiete als „sehr weiß“ und „mittelständig“ wahrgenommen werden. Nun sollen gezielte Maßnahmen Minderheiten anlocken und die Natur für alle zugänglicher machen. In einigen Regionen wird hierfür sogar angedacht Hunde aus bestimmten Gebieten zu verbannen, um Grünflächen „anti-rassistisch“ zu gestalten.

Kritik an „exklusivem Club“

Bereits 2019 stellte ein Defra-Report fest, dass Nationalparks wie ein „exklusiver Club“ für weiße Mittelschichtsbürger wirken. Migranten der ersten Generation empfinden die britische Landschaft oft als „weißen Raum“, zu dem sie keinen Bezug haben. Diese Wahrnehmung soll sich ändern.

Maßnahmen für mehr Vielfalt

Die Regierung plant Outreach-Programme in Städten wie Luton und High Wycombe, die sich speziell an muslimische Communities richten. Auch neue Besucherregeln und Angebote, die religiöse Essgewohnheiten berücksichtigen, stehen auf der Agenda. In Wales wird sogar diskutiert, Hunde aus bestimmten Gebieten zu verbannen, um Grünflächen „anti-rassistisch“ zu gestalten.

Symbolpolitik oder Kulturwandel?

Während Kritiker die Maßnahmen als ideologische Symbolpolitik abtun, sehen Befürworter darin einen notwendigen Schritt zu mehr Vielfalt. Die Debatte zeigt, wie tief die britische Gesellschaft in Fragen von Integration und Identität gespalten ist.

Quellen: exxpress.at, consult.defra.gov.uk
Credits: APA

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