Ein Vierteljahrhundert nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gedenkt auch Österreich der Opfer. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) nutzte den Jahrestag für ein klares Bekenntnis gegen Terrorismus und Extremismus in jeder Form.
Der Tag, der die Welt veränderte
Der 11. September 2001 gilt bis heute als einer der folgenschwersten Terroranschläge der Geschichte. 19 Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida entführten in den USA kurz nach dem Start vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen krachten in die Türme des World Trade Center in New York, die kurz darauf einstürzten, eine weitere steuerten die Attentäter ins Pentagon in Washington, eine vierte stürzte über Pennsylvania ab. Die Anschläge forderten 2.996 Todesopfer und mehr als 6.000 Verletzte, zahlreiche Menschen sprangen verzweifelt aus den brennenden Türmen des World Trade Centers in den Tod. Verantwortlich für den Terror war Osama bin Laden, der fast zehn Jahre lang gesucht und schließlich am 2. Mai 2011 von US-Soldaten in Pakistan erschossen wurde.
Eine Zäsur mit bleibenden Folgen
In der Folge der Anschläge erklärten die USA ihren „Krieg gegen den Terror“ und führten unter anderem den Afghanistan-Krieg. Weltweit wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr massiv verschärft, um den 11. September ranken sich bis heute zahlreiche Verschwörungstheorien.
Stocker: „Wendepunkt in der Geschichte“
Anlässlich des 25. Jahrestages meldete sich Bundeskanzler Stocker gegenüber „Heute“ zu Wort: „Der 11. September 2001 markiert bis heute einen Wendepunkt in der Geschichte, der unser Verständnis von Sicherheit und Freiheit nachhaltig verändert hat.“ Man erinnere sich an die Opfer der islamistischen Terroranschläge in New York, Washington D.C. und Pennsylvania und sei in Gedanken bei ihnen und den Hinterbliebenen, so der Kanzler weiter.
Klares Bekenntnis zur Null-Toleranz-Politik
Besonders deutlich wird Stocker bei der politischen Konsequenz, die er aus dem Jahrestag zieht: „Österreich bekennt sich zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Terrorismus und Extremismus, in jeder Form und unabhängig davon, aus welcher ideologischen oder religiösen Richtung er kommt.“ Wer die Grundwerte der offenen, pluralistischen Gesellschaft nicht respektiere, müsse mit der vollen Konsequenz des Rechtsstaates rechnen, so der Kanzler. Sein Fazit: „Heute wie damals stehen wir entschlossen an der Seite all jener, die für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und ein friedliches Miteinander eintreten.“
Kranzniederlegung in New York geplant
Anlässlich des Jahrestages wird Stocker im Rahmen seiner Reise zur UNO-Generalversammlung persönlich nach New York reisen, um am 9/11 Memorial der Opfer zu gedenken und einen Kranz niederzulegen.
Credits: BKA
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