Börsen im freien Fall: Spannungen im Nahen Osten treiben Anleger in die Defensive

Börsen im freien Fall: Spannungen im Nahen Osten treiben Anleger in die Defensive

Die internationalen Börsen erleben einen turbulenten Wochenstart. Nach einer kurzen Erholung in der vergangenen Woche rutschen die Märkte erneut ab. Grund dafür sind die eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus, die nicht nur die Ölpreise in die Höhe treiben, sondern auch die Nervosität der Anleger schüren.

Ein düsterer Montag für die Märkte

Der DAX eröffnete die Woche mit einem Minus von 1,28 Prozent und fiel auf 24.385 Punkte. Ähnlich düster sieht es beim Euro-Stoxx-50 aus, der um 1,15 Prozent nachgab. Auch der Wiener Leitindex ATX verzeichnete Verluste von über einem Prozent. „Alles, was die Börsen am Freitag gefeiert haben, ist aktuell wieder hinfällig“, kommentierte Thomas Altmann von QC Partners die Lage. Die Ursache: Die erneute Eskalation im Nahen Osten.

Straße von Hormus: Ein Pulverfass

Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, bleibt weiterhin ein geopolitischer Brennpunkt. Nachdem die USA einen iranischen Frachter beschlagnahmt hatten, kündigte Teheran Vergeltung an und machte die Öffnung der Meerenge rückgängig. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars wird die Sperrung so lange aufrechterhalten, bis die USA ihre Seeblockade aufheben. Die britische Marine meldete zudem Angriffe auf Handelsschiffe durch Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde.

Ölpreise explodieren

Die Unsicherheit treibt die Ölpreise in die Höhe. Die Nordseesorte Brent stieg um über sieben Prozent und notierte zuletzt bei knapp 97 US-Dollar pro Barrel. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. „Die Märkte reagieren empfindlich auf die fragile Lage“, so Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die steigenden Ölpreise schüren zudem Inflationsängste, was die Anlegerstimmung weiter belastet.

Hoffnung auf Diplomatie schwindet

Während die USA und der Iran ursprünglich für Montag neue Verhandlungen in Islamabad geplant hatten, bleibt die Teilnahme Teherans ungewiss. US-Präsident Donald Trump zeigte sich dennoch optimistisch und erklärte, dass eine Einigung in den nächsten Tagen möglich sei. Doch die widersprüchlichen Signale aus beiden Lagern lassen Zweifel an einer baldigen Deeskalation aufkommen.

Quellen: oe24.at, Handelsblatt, finanzen.net, boerse.de, XTB, tagesschau.de
Credits: APA

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