Am Flughafen Wien beginnt jetzt eine neue Ära, die für Millionen Reisende massive Veränderungen bringt. Wieder Vienna Airport berichtet, fällt am 12. Oktober 2025 der Startschuss für das neue Entry-Exit-System (EES) der EU. Was lange wie Zukunftsmusik klang, wird jetzt Realität: Wer aus einem Drittstaat in den Schengen-Raum einreist, wird künftig wesentlich genauer kontrolliert als bisher. Ziel ist laut BMI und dem Europäischen Parlament ein Plus an Sicherheit—aber die Methoden erinnern schon fast an Science-Fiction.
Finger weg! Neue Regeln für die Einreise
Das EES ersetzt den alten Passstempel durch moderne Technik: Ab sofort erfassen die Behörden biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder von allen Reisenden aus Nicht-Schengen-Staaten, die einen Kurzaufenthalt bis zu 90 Tagen planen. Diese sensiblen Informationen werden in einer zentralen Datenbank der Europäischen Union gespeichert (vgl. BMI, Vienna Airport, Europäisches Parlament). Laut Vienna Airport investierte der Flughafen satte 16 Millionen Euro in 52 Selbstbedienungsterminals für die Vorregistrierung und 72 neue Grenzkontrollkojen, um den digitalen Behördenmarathon zu bewältigen.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) spricht, wie oe24.at meldet, von einem klaren „Mehr an Sicherheit“. Das System ist EU-weit vernetzt und bringt einen einheitlichen Standard an allen Außengrenzen. Nach dem Start in Wien-Schwechat folgen die Flughäfen Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt im Herbst 2025 (BMI).
„Modernstes IT-Grenzmanagement der Welt“
Großer Bahnhof auch bei der offiziellen Präsentation: EU-Kommissar Magnus Brunner lobte das System als „modernstes IT-Grenzmanagement der Welt“ (BMI, Europäisches Parlament). Und laut Elisabeth Wenger-Donig vom Innenministerium läutet das EES auch das Ende einer Ära ein: „Das manuelle Stempeln von Pässen ist bald Geschichte.“
Übrigens betrifft das neue System etwa zehn Prozent der Passagiere in Wien, also drei bis 3,5 Millionen Menschen pro Jahr, wie der Flughafen-Vorstand Günther Ofner betonte (Vienna Airport). Die Einführung des EES werde in allen EU-Staaten schrittweise umgesetzt, zwischen dem 12. Oktober 2025 und dem 10. April 2026 läuft die Übergangsphase, so das BMI und die EU-Kommission.
Was ist mit dem Datenschutz?
Natürlich taucht sofort die Frage nach dem Datenschutz auf. Laut BMI, Flughafen Wien und auch dem Europäischen Parlament werden sämtliche biometrischen Daten nach strengsten europäischen Richtlinien gespeichert. Innenminister Karner betonte, dass keine datenschutzrechtlichen Bedenken bestünden, da die Systeme sicher und EU-weit einheitlich abgesichert seien (BMI, Vienna Airport, Europäisches Parlament). In den kommenden sechs Monaten läuft ein Probebetrieb, um etwaige „Kinderkrankheiten“ des Systems zu erkennen und auszumerzen (Vienna Airport).
Ab dem 10. April 2026 soll das Entry-Exit-System dann offiziell an allen Außengrenzen des Schengen-Raums verpflichtend sein (BMI, Europäisches Parlament). Für Drittstaats-Reisende heißt es bis dahin: Bitte lächeln und Finger her – Europa wird digital und sicher!
Credits: APA
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