Bablers Foto-Marathon in Innsbruck sorgt für Diskussionen

Bablers Foto-Marathon in Innsbruck sorgt für Diskussionen

SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler hat mit seinem Auftritt bei der Vierschanzentournee in Innsbruck erneut für Schlagzeilen gesorgt. Während er sich als volksnaher Politiker inszeniert, werfen Kritiker ihm vor, öffentliche Mittel für persönliche PR zu nutzen. Ein Überblick über die Ereignisse und die Kontroversen.

Ein sportlicher Anlass mit politischem Beigeschmack

Am 4. Januar war Andreas Babler, in seiner Funktion als Sportminister, live bei der Vierschanzentournee in Innsbruck dabei. Der Sieg des japanischen Skispringers Ren Nikaidō und die starke Leistung des Österreichers Stephan Embacher, der es aufs Podest schaffte, standen im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens. Babler lobte Embacher öffentlich für dessen „unglaubliche Leistung“ und gratulierte ihm persönlich bei der Siegerehrung.

Doch nicht nur der Sport stand im Fokus: Babler ließ sich von einem offiziellen Fotografen des Ministeriums begleiten, der zahlreiche Bilder schoss. Diese reichten von Selfies mit Parteikollegen wie Tirols Vize-Landeschef Philip Wohlgemuth bis hin zu inszenierten Aufnahmen mit den Heiligen Drei Königen. Die Bilder wurden prominent auf Bablers Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Kritik an der „PR-Show“: Kosten im Visier

Die mediale Inszenierung blieb nicht ohne Gegenwind. FPÖ-Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik kritisierte Babler scharf und kündigte eine parlamentarische Anfrage an, um die Kosten für die Foto-Begleitung zu prüfen. Sie warf ihm vor, „personelle Infrastruktur aus dem Ministerium zweckentfremdet zu haben, um sich und seine roten Freunde ins rechte bzw. linke Licht zu rücken.“ Gegenüber der Zeitung Heute erklärte sie: „Die Steuerzahler fragen sich zu Recht, warum sie für Selfie- und Bussi-Bussi-Shows aufkommen müssen.“

Wiederkehrende Kontroversen: Bablers USA-Reise als Präzedenzfall

Die Kritik an Bablers Auftritt in Innsbruck reiht sich in eine Serie von Kontroversen ein. Bereits im September 2025 sorgte sein USA-Aufenthalt für Aufsehen, als er zur Übergabe von Notenblättern reiste. Fotos von ihm, lässig an eine Straßenlaterne gelehnt, lösten einen Shitstorm in den sozialen Medien aus. Eine parlamentarische Anfrage deckte später auf, dass die Reise samt Begleitung rund 14.000 Euro kostete.

Volksnah oder PR-getrieben?

Andreas Babler präsentiert sich gerne als volksnaher Politiker, doch seine mediale Inszenierung sorgt immer wieder für Kritik. Die angekündigte parlamentarische Anfrage wird zeigen, ob und in welchem Umfang die Vorwürfe gerechtfertigt sind. Klar ist: Solche Auftritte werfen Fragen auf, wie weit politische PR auf Kosten der Steuerzahler gehen darf – und wie viel Inszenierung die Öffentlichkeit akzeptiert.

Credits: APA

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