Da ist offenbar ein bisschen zu viel passiert: Erstmals seit Monaten liegen die NEOS in einer Umfrage wieder hinter den Grünen – das ist eine bittere Nachricht für die NEOS-Chefin, die als Außenministerin besonders polarisiert. Aber auch der pinke Deregulierungs-Staatssekretär liefert nicht viel, was den NEOS mehr Wähler bringen könnte.
Aktuell würden die Grünen (11 Prozent) laut Christoph Haselmayer vom IFDD die NEOS (10 Prozent) knapp überholen, dieser Trend findet sich in einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Krone (1250 Befragte). Zuletzt schafften die Grünen im Juni 2024 Platz 3, jetzt sind sie wieder vor der zweiten Kleinpartei, vor den NEOS.
Dass es für die NEOS in ihrer neuen Aufgabe als Mini-Regierungspartei gar nicht gut läuft, ist bekannt: Zu viel ist bereits in den ersten 100 Tagen den pinken Mitregierenden passiert. Hier nur einige Beispiele zur Erinnerung: Gleich in den ersten Tagen sorgte Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) für einen handfesten Skandal, als er einen Audi A8 L (Preis: 121.000 Euro) bestellen ließ, weil er nicht mit dem Audi A6 (Preis: 52.000 Euro) als Dienstwagen zufrieden war. Als unabhängige Medien wie exxtra24 über diese Aktion des „Upgrading-Staatssekretärs“ berichteten, rief Schellhorn bei exxtra24 an, beschimpfte den Herausgeber und drohte offen mit einem Informations- und Werbe-Boykott gegen exxtra24.
Die NEOS-Skandale in den ersten 100 Tagen
Wenig später flog auf, dass die pinke Außenministerin der Ukraine bei ihrem Besuch in Kiew weitere sieben Millionen Euro an Steuergeld schenkte, obwohl Österreich ohnehin schon drei Milliarden Euro die Regierung unter Wolodymyr Selenskyj überwiesen hat.
Zusätzlich versuchten die NEOS noch weitere Skandale in ihrem Außenministerium wegzuschweigen, wie etwa die Überweisung von einer Million Euro Steuergeld nach Burkina Faso, um dort die „Lebensbedingungen der Cashew-Nuss-Bäuerinnen zu verbessern“. Außerdem versprach Außenministerin Beate Meinl-Reisinger der neuen syrischen Regierung aus Ex-Terroristen weitere 19 Millionen an österreichischem Steuergeld, obwohl der Kanzler einen „Sparkurs für alle“ verordnet hat.
Und was viele Österreicher auch noch verärgert hat: Ausgerechnet der Staatssekretär, der für die Verschlankung der Bürokratie arbeiten sollte, heuert acht weitere Mitarbeiter für sein Büro im Außenamt an – und die bekommen auch ein Fitnesscenter-Ticket auf Kosten der Steuerzahler.
Credit: APA
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