Die Stadt Wien greift durch. Ab dem 1. Jänner 2027 verschwinden die Altkleidercontainer endgültig von unseren Straßen. Schluss mit den Müllbergen und verdreckten Gehsteigen. Somit sind die Container auf öffentlichem Grund bald Geschichte.
Wut der Anrainer zwingt Stadt zum Handeln
Wie das Presse-Service der Stadt Wien berichtet, häufen sich die Beschwerden der Menschen in den Bezirken massiv. Fast 800 Meldungen gingen allein im letzten Jahr über die „Sag’s Wien App“ ein. Das Bild ist überall dasselbe: Die Boxen werden illegal aufgebrochen, brauchbare Stücke werden herausgerissen und der Rest wird achtlos auf den Gehsteig geworfen. Schmutz zieht Ungeziefer an und ruiniert das Stadtbild.
Planungsstadträtin Ulli Sima macht nun ernst. Die Betreiber der rund 2.280 Container bekamen das Chaos trotz vieler Warnungen nicht in den Griff. Jetzt zieht die Stadt die Reißleine und verbannt die Boxen vom öffentlichen Grund. Der öffentliche Raum ist kostbar und wir müssen sorgsam damit umgehen.
Wohin nun mit den alten Sachen?
Viele fragen sich jetzt, wie sie in Zukunft ihre getragene Kleidung entsorgen sollen. Wie die Salzburger Nachrichten schreiben, gibt es weiterhin genug Alternativen. Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky verweist auf die bewährten Mistplätze der Stadt. Die schönen Stücke wandern dann in den 48er-Tandler und bekommen ein zweites Leben.
Auch karitative Organisationen wie die Caritas oder die Volkshilfe nehmen Spenden gerne weiterhin an. Auf privatem Grund dürfen die Container nämlich stehen bleiben. Zudem bieten viele Secondhand-Shops und Modeketten die Rücknahme von getragenen Textilien an.
Billig-Mode als großes Problem
Ein enormer Treiber dieser Müllkrise ist die sogenannte Fast-Fashion. Die extrem billig produzierte Kleidung überschwemmt den Markt. Viele dieser Kleidungsstücke taugen nicht einmal mehr für den Secondhand-Laden. Sie landen nach einer langen Reise oft direkt auf Müllhalden im Ausland.
Quellen: oe24, Presse-Service der Stadt Wien, Weekend Magazin, Salzburger Nachrichten
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