Aus der Traum vom Billig-Tarif? Klare Absage an die 365-Euro-Jahreskarte!

Aus der Traum vom Billig-Tarif? Klare Absage an die 365-Euro-Jahreskarte!

Die Wiener Linien schwimmen auf einer echten Erfolgswelle. Noch nie waren so viele Menschen in der Hauptstadt mit U-Bahn, Bus und Bim unterwegs. Doch für alle, die auf eine rasche Rückkehr des geliebten 365-Euro-Tickets hoffen, gibt es jetzt eine bittere Pille zu schlucken. Die Chefetage spricht ein Machtwort.

Rekordjahr trotz Preisschock

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 verzeichneten die Wiener Linien unglaubliche 903 Millionen Fahrgäste. Ein absoluter Höchstwert! Auch bei den Stammkunden klingeln die Kassen. Knapp 1,34 Millionen Menschen binden sich fest an die öffentlichen Verkehrsmittel.

Dabei gab es im vergangenen November noch große Aufregung. Der Preis für die Jahreskarte kletterte auf 467 Euro. Viele rechneten mit einer massiven Kündigungswelle. Doch das Gegenteil ist der Fall. Bereits im Jänner gab es 1,4 Prozent mehr Jahreskarten-Besitzer als noch vor der Preiserhöhung. Besonders viele Studenten stiegen nach dem Auslaufen des Semestertickets auf die neue Jugend-Jahreskarte um.

Klare Absage an das 365-Euro-Ticket

Politisch kocht die Stimmung dennoch hoch. Die Grünen und auch Teile der SPÖ fordern lautstark die Rückkehr zum alten Erfolgsmodell, der 365-Euro-Jahreskarte. Wer jedoch auf ein Einlenken der Verkehrsbetriebe hofft, wird enttäuscht. Alexandra Reinagl, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, findet dazu klare Worte. Eine Rückkehr zum 365-Euro-Tarif sei „nicht realistisch“, wie sie gegenüber oe24.at unmissverständlich festhält.

Millionen fließen in die Zukunft

Statt in Preissenkungen investieren die Wiener Linien massiv in den Ausbau. Satte 759,9 Millionen Euro sollen im Jahr 2026 in die Infrastruktur fließen. Allein 426 Millionen Euro verschlingt das Megaprojekt U2xU5. Aber auch an der Oberfläche wird gebaggert und gebaut: 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 Weichen stehen auf dem Erneuerungsplan.

Zudem erobern die Leihräder die Stadt. Mehr als 1,14 Millionen Mal wurden die WienMobil Räder im Vorjahr ausgeliehen – ein sattes Plus von 16 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Wiener lieben es offenbar praktisch und schnell, denn fast 70 Prozent der Fahrten dauern weniger als eine halbe Stunde.

Quelle: oe24.at, Wiener Linien
Credits: APA

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