Aufatmen in Israel: Die ersten Geiseln sind endlich frei!

Aufatmen in Israel: Die ersten Geiseln sind endlich frei!

Ganz Israel hält den Atem an, dann bricht Jubel aus: Nach 738 Tagen qualvoller Ungewissheit sind die ersten sieben Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Hamas freigekommen. Am Montagmorgen spielten sich auf dem „Platz der Geiseln“ in Tel Aviv hochemotionale Szenen ab. Tausende Menschen, die seit Wochen und Monaten für die Freilassung ihrer Liebsten kämpfen, fielen sich in die Arme.

Jubelschreie und Tränen der Erleichterung in Tel Aviv

Die Nachricht von der Freilassung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Wie etwa das Nachrichtenportal oe24.at berichtet, brach unter den Tausenden versammelten Menschen großer Jubel aus, als die ersten Meldungen die Runde machten. Demnach wurden die sieben Israelis dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Es handelt sich um Alon Ohel, Matan Angrest, Guy Gilboa-Dalal, Eitan Mor, Gali und Ziv Berman sowie Omri Miran.

Die Erleichterung ist mit Händen zu greifen. Ein Video, das vom ZDF geteilt wurde, zeigt die pure Freude und die Freudentränen der Menschen in Tel Aviv. Freiwillige brachten in den Straßen rund um die Krankenhäuser, in die die Geiseln gebracht werden sollen, Willkommens-Transparente an, wie die „Times of Israel“ meldet.

Ein langer Weg zur Freiheit

Die Übergabe der Geiseln ist Teil eines komplexen Abkommens. Wie die Tagesschau berichtet, basiert die Einigung auf einem US-Friedensplan, der das Ende des Krieges im Gazastreifen einläuten soll. Am Montag werden insgesamt 20 der letzten lebenden Geiseln erwartet, eine zweite Freilassungsrunde soll folgen. ZDF-Korrespondent Thomas Reichart bestätigte, dass sich die ersten sieben Geiseln „bei guter Gesundheit“ befinden.

Nach der Übergabe an das Rote Kreuz wurden die Freigelassenen an das israelische Militär übergeben. In einem Militärlager am Rande des Gazastreifens ist ein erstes Wiedersehen mit den Angehörigen geplant, bevor die ehemaligen Geiseln zur weiteren medizinischen Versorgung in Krankenhäuser geflogen werden.

Hoffnung und Sorge bleiben

Während die Freude über die ersten Freilassungen riesig ist, bleibt die Sorge um die verbleibenden Geiseln. Das Forum der Geiselfamilien betonte in einer Mitteilung, dass die Rehabilitation der Freigelassenen und ihrer Familien nun eine gemeinsame Aufgabe sei. Eine vollständige Heilung sei aber erst möglich, „wenn alle Geiseln zurückgekehrt sind – die Lebenden zur Rehabilitation und die Verstorbenen zur Beisetzung in Israel“. Im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln sollen laut Berichten der Tagesschau und des ZDF knapp 2.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Für Israel und die Welt ist dieser Tag ein historischer Moment der Hoffnung nach über zwei Jahren des Schreckens.

Credits: APA

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