Auch Parlament muss sparen: Künstler Wurm soll Werke zurückkaufen

Auch Parlament muss sparen: Künstler Wurm soll Werke zurückkaufen

Noch kurz vor seinem Abgang als Nationalratspräsident ließ Wolfgang Sobotka (ÖVP) zwei Werke des Künstlers Erwin Wurm für das Hohe Haus ankaufen. Der Alleingang im Beschaffungswesen kostete die Steuerzahler 270.000 Euro. Jetzt wird Erwin Wurm aufgefordert, die beiden Kunstwerke zurückzukaufen – das Parlament muss sparen.

Die beiden Kunstwerke von Erwin Wurm stehen nicht einmal besonders präsent im Parlament, sondern flankieren einen Durchgang – dass diese beiden Stücke gemeinsam 270.000 Euro Steuergeld gekostet haben, vernutet wohl kaum ein Besucher. Dass die beiden Skulpturen nicht wirklich fehlen würden, dürfte auch schon die Parlamentsdirektion erkannt haben, die nun die zwei Stücke los werden möchte: So wurde nun beim Künstler bereits angefragt, ob er seine Werke wieder zurückkaufen möchte.

Vermutlich wird Wurm nicht den vollen Preis für die zwei Aluminium-Werke (APA-Bild unten) aus der Skins-Serie, Holding Up (2022) und Gate (2021), bezahlen wollen – ein Schaden für den Steuerzahler dürfte wohl schon jetzt ziemlich sicher sein.

Auch Buffetkosten werden reduziert

Außerdem zwingt der Spardruck die Parlamentsdirektion zur Einschränkung der Besuchszeiten: Ab Herbst ist das Hohe Haus an Montagen nur bis 13 Uhr für Besucher geöffnet, berichtete die „ZiB1“ am Sonntagabend. Derzeit besuchen das Parlament im Schnitt 1800 Personen pro Tag. Eine weitere Einsparung lautet, dass Events ohne direkten parlamentarischen Zusammenhang gestrichen werden. Die Buffetkosten bei diesen Veranstaltungen werden reduziert.

Credits: APA

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