Die Arbeitslosigkeit in Wien steigt leicht, doch das AMS bleibt nicht untätig. Mit einer groß angelegten Aktion besuchen 130 Mitarbeiter des Arbeitsmarktservice (AMS) bis Mitte Mai 2.600 Unternehmen in der Bundeshauptstadt. Ziel: Mehr Jobs, mehr Chancen – und das vor allem für ältere Arbeitnehmer.
Arbeitslosigkeit: Zahlen, die aufhorchen lassen
Im April 2026 waren in Wien 125.103 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen: Ältere Arbeitnehmer über 50, deren Zahl um 4,3 Prozent stieg. Gleichzeitig sank die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen um 3,6 Prozent. Ein Lichtblick: Die Zahl der offenen Stellen wuchs um 7,9 Prozent auf 10.465.
Ältere im Fokus: Förderungen sollen helfen
AMS-Wien-Chef Winfried Göschl betont: „Unser Hauptthema ist das Thema Ältere.“ Betriebe, die Menschen über 55 einstellen, können von großzügigen Förderungen profitieren. Dazu zählen Eingliederungsbeihilfen und Kombilohnbeihilfen, wie auf der offiziellen Seite der Beschäftigungsinitiative 50+ erläutert wird. „Für Ältere ist es wesentlich schwerer, wieder einen Job zu finden“, so Göschl weiter.
Lehrlinge dringend gesucht
Neben den Älteren stehen auch Lehrlinge im Fokus der AMS-Tour. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg um satte 15,2 Prozent. „Diese jungen Menschen sind die Fachkräfte von morgen“, erklärt Göschl. Der demografische Wandel mache ihre Ausbildung unverzichtbar.
Branchen im Wandel
Während die Arbeitslosigkeit in der Bauwirtschaft um 3,7 Prozent sank, stieg sie in anderen Bereichen deutlich: Im Einzelhandel um 6,9 Prozent, in der Produktion um 7,7 Prozent und in der Gastronomie um 1,5 Prozent. Diese Entwicklungen zeigen, wie dynamisch der Wiener Arbeitsmarkt ist.
AMS setzt auf Nähe
Mit ihrer persönlichen Tour durch die Wiener Betriebe zeigt das AMS, dass sie nicht nur Zahlen, sondern auch Menschen im Blick haben. Bis zum 15. Mai bleibt das Ziel klar: Mehr Jobs, mehr Chancen – und das für alle Generationen.
Quellen: oe24.at, ots.at, wien.orf.at, oesterreich.gv.at
Credits: APA
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