Albanien statt Kroatien: Warum jetzt alle auf die „neuen Malediven“ Europas stürmen

Albanien statt Kroatien: Warum jetzt alle auf die „neuen Malediven“ Europas stürmen

Glasklares Wasser, atemberaubende Buchten und Preise, bei denen der Geldbeutel jubelt. Wer an die Malediven denkt, hat meist sofort unbezahlbare Luxus-Resorts und stundenlange Langstreckenflüge im Kopf. Doch das Traumziel liegt viel näher, als die meisten denken. Albanien entwickelt sich rasend schnell zum ultimativen Hotspot am Mittelmeer und stiehlt etablierten Urlaubsländern wie Kroatien oder Italien gnadenlos die Show.

Reisende aus aller Welt haben das kleine Balkanland für sich entdeckt. Albanien lockt mit paradiesischen Küstenabschnitten, einer reichen Kultur und Angeboten, die im teuren Europa fast schon wie ein Märchen klingen.

Das karibische Wunder an der Albanischen Riviera

Die Küste Albaniens muss sich vor exotischen Ferndestinationen absolut nicht verstecken. Besonders der Süden des Landes rund um die Stadt Ksamil zieht Urlauber magisch an. Wie der Reiseblog Snoezels on the Road berichtet, wird Ksamil aus gutem Grund als die Malediven Europas bezeichnet. Hier finden Touristen perlweiße Strände und ein Meer, das in den unwirklichsten Türkis- und Blautönen leuchtet.

Während kroatische Strände im Hochsommer oft restlos überlaufen sind, bietet die Albanische Riviera noch immer traumhafte Buchten. Orte wie Dhërmi, Himara oder Qeparo schmiegen sich malerisch an die Hänge oberhalb des Meeres. Helle Kieselstrände und zerklüftete Felsen erinnern stark an die kroatische Adriaküste, punkten aber mit deutlich mehr Platz für das eigene Handtuch.

Ein absolutes Highlight für Sonnenanbeter sind die kleinen, unbewohnten Inseln direkt vor der Küste Ksamils. Diese lassen sich bequem schwimmend oder mit dem Tretboot erreichen und bieten echtes Robinson-Crusoe-Feeling mitten in Europa. Wem der Trubel in Ksamil zu groß wird, der weicht auf ruhigere Alternativen wie den Gjiri Beach oder den versteckten Pulëbardha Beach aus.

Spektakuläre Natur und uralte Kultur

Albanien hat weit mehr zu bieten als nur Faulenzen am Strand. Wer den Blick von der Küste ins Landesinnere richtet, blickt direkt auf ein gewaltiges Küstengebirge, dessen Gipfel bis zu 2.000 Meter in den Himmel ragen. Wanderer können hier auf alten Pfaden zwischen Olivenhainen und Bergdörfern marschieren und dabei gigantische Ausblicke auf das Ionische Meer genießen. Ein absolutes Naturwunder ist das „Blue Eye“ (Syri i Kaltër) in der Nähe von Saranda. Diese Süßwasserquelle schießt eiskaltes Wasser aus einer unbekannten Tiefe nach oben und fasziniert mit einem intensiven Farbenspiel aus Blau und Grün.

Kulturfans kommen im Balkanland ebenfalls voll auf ihre Kosten. Nur wenige Kilometer südlich der lebhaften Küstenstadt Saranda liegt der Butrint Nationalpark. Es handelt sich hierbei um eine antike Ruinenstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Mitten in einer idyllischen Lagunenlandschaft ragen Überreste von Amphitheatern und alten Stadtmauern aus der griechischen, römischen und osmanischen Zeit empor.

Etwas weiter im Landesinneren wartet die historische Stadt Gjirokastra auf staunende Blicke. Die „Stadt aus Stein“ beeindruckt mit osmanischen Häusern und einer massiven Burg, die majestätisch über der Altstadt thront.

Luxus-Urlaub für kleines Geld

Der wohl größte Trumpf Albaniens im Kampf um die Touristenmassen ist der unschlagbare Preis. Während Kroatien, Griechenland oder Spanien in den letzten Jahren die Preisschraube massiv angezogen haben, schont ein Urlaub in Albanien die Reisekasse.

Wie das irische Magazin RSVP laut dem Portal albinfo.at berichtet, kostet eine Woche auf den echten Malediven in der Hochsaison schnell über 2.300 Euro für zwei Personen – und das ohne Flugtickets. In Albanien hingegen findet man luxuriöse Unterkünfte direkt am Meer oft schon für etwa 23 Euro pro Nacht. Ein komplettes Abendessen inklusive Getränken schlägt oft mit gerade einmal 18 Euro zu Buche. Diese Kombination aus niedrigen Preisen und natürlicher Schönheit macht das Land extrem attraktiv.

Auch die Anreise ist simpel und günstig. Viele Urlauber fliegen laut Reisebloggern direkt auf die griechische Insel Korfu und nehmen von dort die Fähre. In nur 30 Minuten setzt man über die Meerenge in die albanische Hafenstadt Saranda über. Alternativ bieten Plattformen wie Expedia günstige Flug- und Hotelpakete an, die den Trip an die Riviera zum absoluten Schnäppchen machen.


Quellen: oe24.at, findingalexx.com, expedia.com, albinfo.at, snoezelsontheroad.com

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