AfD bleibt vorne, Union holt auf: INSA-Sonntagsfrage zeigt stabiles Bild

AfD bleibt vorne, Union holt auf: INSA-Sonntagsfrage zeigt stabiles Bild

Die AfD führt in Deutschland weiter die Umfragen an — aber die Union gewinnt leicht. Das zeigt die neueste Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die Bild am Sonntag.

Die aktuellen Zahlen

Laut der INSA-Sonntagsfrage vom 13. Juni 2026, die laut dawum.de zwischen dem 8. und 12. Juni 2026 bei 1.203 Wahlberechtigten erhoben wurde, kommt die AfD auf 29 Prozent. Die Union aus CDU und CSU folgt mit 22 Prozent — ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche. Dahinter rangieren die Grünen mit 14 Prozent, die SPD mit 13 Prozent und die Linke mit 10 Prozent. BSW und FDP liegen mit je 3 Prozent deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde, Sonstige kommen auf 6 Prozent.

Bemerkenswert: Die FDP ist damit nach INSA nicht im nächsten Bundestag vertreten. Auch BSW würde den Einzug verpassen.

Trend: Union erholt sich, AfD stabil

Wie wahlrecht.de dokumentiert, hält sich die AfD bei INSA bereits seit acht Wochen stabil bei 29 Prozent. Die Union hatte zuvor einen Abwärtstrend erlebt — von 23 Prozent Anfang April auf 21 Prozent Anfang Juni. Das wöchentliche Plus von einem Punkt ist ein erstes Gegensignal, aber noch kein Trendwechsel.

Der Abstand zwischen AfD und Union beträgt laut INSA sieben Prozentpunkte — noch Anfang Juni waren es laut ms-aktuell.de acht Punkte. Das ist der historisch größte Abstand, den INSA je zwischen den beiden stärksten Parteien gemessen hat.

Unterschiede zwischen den Instituten

Ein Vorbehalt ist wichtig: Die Institute liefern aktuell sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während INSA der AfD sieben Punkte Vorsprung gibt, sah das ZDF-Politbarometer von Forschungsgruppe Wahlen vom 5. Juni nur zwei Prozentpunkte Unterschied — AfD 27, Union 25 Prozent. Das ist eine ungewöhnlich große Abweichung zwischen seriösen Instituten, wie pravda.de festhält.

Der Aggregator bundestagwahlumfrage.de, der alle Institute nach Aktualität und Stichprobengröße gewichtet, weist derzeit AfD mit 27,8 Prozent vor der Union mit 22,4 Prozent aus — ein Mittelweg zwischen beiden Extremen.

EINORDNUNG DER REDAKTION
Die AfD ist unter Alice Weidel seit Monaten die stärkste Partei in den Umfragen — eine Konstellation, die vor der Bundestagswahl 2025 so noch nie dagewesen war. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hätte nach INSA derzeit keine parlamentarische Mehrheit. Ob die Zahlen bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 Bestand haben, ist ungewiss. Umfragen sind Momentaufnahmen — keine Wahlergebnisse.

Credits: Die AfD führt in Deutschland weiter die Umfragen an — aber die Union gewinnt leicht.

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