„Ab nach Hause“: Grosz und Kickl präsentieren Migrations-Buch am Wiener Flughafen

„Ab nach Hause“: Grosz und Kickl präsentieren Migrations-Buch am Wiener Flughafen

Autor und PR-Berater Gerald Grosz präsentierte am Wiener Flughafen sein neues Buch „Ab nach Hause“ — mit FPÖ-Chef Herbert Kickl als Promoter. Kickl steuerte sogar einen Beitrag bei, hat das Buch aber noch nicht gelesen.

Das Buch und sein Anliegen

Wie oe24 berichtet, erschien am Donnerstag beim Leopold Stocker Verlag das neue Buch von Gerald Grosz mit dem Titel „Ab nach Hause“. Auf 180 Seiten zeichnet der rechte Blogger, PR-Berater und Politaktivist ein Bedrohungsszenario durch unkontrollierte Zuwanderung — und knüpft damit an sein erstes Werk „Merkels Werk — unser Untergang“ an, das vor allem in Deutschland überraschend hohe Verkaufszahlen erzielte. Laut Grosz musste aufgrund der großen Nachfrage bereits nachgedruckt werden.

Den Begriff „Remigration“ will Grosz dabei nicht negativ verstanden wissen — er verwies auf eine seiner Einschätzung nach positive historische Konnotation aus der jüdischen Geschichte.

Kickl als „Geburtshelfer“

Für die Buchpräsentation holte Grosz prominente Unterstützung: FPÖ-Chef Herbert Kickl trat gemeinsam mit ihm am Wiener Flughafen auf. Grosz bezeichnete Kickl als „Geburtshelfer“ des Buchs — weil dieser einen Beitrag zum Themenbereich „Remigration“ beisteuerte. Eine gewisse Ironie liegt darin, dass Kickl beim Auftritt einräumte, „Ab nach Hause“ noch nicht gelesen zu haben. Er gab aber an, vom Erstlingswerk angetan gewesen zu sein.

Grosz schloss seine Ausführungen mit einem unmissverständlichen Appell an den Oppositionsführer: „Möget ihr die Wahl so fulminant gewinnen, dass du keinen Koalitionspartner brauchst.“

Kickls Migrationspolitik — und sein Framing

Kickl nutzte die Veranstaltung erwartungsgemäß, um für seine Migrationspolitik zu werben. Das Asylsystem sei durch die derzeitigen politischen Verantwortungsträger bis zur Unkenntlichkeit „pervertiert“ worden, sagte er laut oe24. Gleichzeitig bemühte er sich um rhetorische Abrundung: „Das ist kein Angriff auf das heilige Asylrecht“, betonte Kickl, sondern die „Rückführung des Asylwesens auf seinen guten Kern.“ Bei einem FPÖ-Wahlsieg werde man das Projekt „Festung Österreich“ umsetzen.

Credits: APA

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