Die Zahlen sind erschreckend: Laut einer Analyse des gewerkschaftsnahen Momentum Instituts müssen die Österreicher im Jahr 2025 durchschnittlich 6.700 Euro mehr ausgeben, um denselben Lebensstandard wie noch 2020 zu halten. Das bedeutet monatliche Mehrkosten von 562 Euro – ein Betrag, der viele Haushalte an ihre finanziellen Grenzen bringt.
Wie Leonard Jüngling vom Momentum Institut betont, hätten diese Mehrkosten durch eine effektivere Inflationsbekämpfung deutlich geringer ausfallen können. „In anderen Ländern sind die Maßnahmen gegen die Teuerung wesentlich erfolgreicher“, so Jüngling.
Wo das Geld hinfließt: Die Aufteilung der Mehrkosten
Die monatlichen Zusatzkosten von 562 Euro setzen sich wie folgt zusammen:
- Lebensmittel: 76 Euro
- Wohnen: 49 Euro
- Energie: 69 Euro
- Gastronomie und Bewirtschaftung: 140 Euro
- Sonstige Ausgaben (Treibstoffe, Gesundheit, Freizeit, Bildung): 229 Euro
Besonders die Ausgaben für Freizeit und Kultur sowie Treibstoffe belasten die Haushalte massiv. Die Teuerung trifft also nicht nur die Grundbedürfnisse, sondern auch den Alltag und die Lebensqualität.
Österreich im Vergleich: Warum wir besonders leiden
Ein Blick über die Grenzen zeigt: Österreich steht im europäischen Vergleich schlecht da. Während die Teuerungsrate in Deutschland monatliche Mehrkosten von 470 Euro verursacht, sind es in Spanien nur 403 Euro. Österreich hingegen wird mit 562 Euro regelrecht von der Inflation überrollt. Seit 2020 stieg die Inflation hierzulande um satte 29,2 %, während der Durchschnitt der Eurozone bei 23,4 % liegt.
„Kein anderes Land in Westeuropa hat die Teuerungswelle so überrollt wie Österreich“, erklärt Jüngling. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch eines ist klar: Die Politik hat versagt, die Inflation rechtzeitig einzudämmen.
Ein teures Leben ohne Ende?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Inflation ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern eine Belastung, die jeden Einzelnen betrifft. Ohne wirksame Maßnahmen droht die finanzielle Schere weiter auseinanderzugehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen endlich handeln – bevor die Teuerung noch mehr Existenzen gefährdet.
Quelle: Momentum Institut, oe24.at
Neueste Kommentare