Neil Hopper, ein angesehener Gefäßchirurg aus Truro, England, galt lange als tapferer Kämpfer. In TV-Shows rührte er Millionen mit seiner „herzzerreißenden“ Geschichte: Eine Sepsis habe ihn 2019 beinahe das Leben gekostet, seine Beine mussten amputiert werden. Doch die Wahrheit ist schockierend: Hopper ließ sich absichtlich beide Beine abfrieren – aus sexueller Erregung und Gier nach Geld.
Wie RTL berichtet, tauchte der 49-Jährige seine Beine über acht Stunden in Trockeneis. Das Gewebe starb ab, die Amputation war unvermeidlich. Doch statt die Wahrheit zu sagen, inszenierte Hopper sich als Opfer eines tragischen Schicksals. Mit dieser Lüge kassierte er über 540.000 Euro von seinen Versicherungen.
Vom Arzt zum Betrüger
Hopper war kein Unbekannter in der medizinischen Welt. Laut t-online amputierte er in seiner Karriere Hunderten Patienten Gliedmaßen – ein Job, der offenbar zu seiner Obsession wurde. Der Gedanke, sich selbst zu verstümmeln, erregte ihn sexuell. Über eine Plattform für extreme Körpermodifikationen tauschte er sich mit Gleichgesinnten aus und plante akribisch seinen perfiden Betrug.
Luxusleben auf Kosten der Versicherungen
Mit dem ergaunerten Geld finanzierte Hopper ein Leben in Luxus: Er kaufte einen Campingvan, einen Whirlpool und ließ sein Haus umbauen. Wie BILD berichtet, hatte er gleich mehrere hochdotierte Versicherungen abgeschlossen, die bei dauerhafter Behinderung zahlten – ein gängiges Modell für Ärzte mit hohem Einkommen.
Ermittlungen decken die Wahrheit auf
Der Fall kam ans Licht, als die Polizei gegen die Plattform „Eunuch Maker“ ermittelte, auf der Hopper aktiv war. Dort fanden die Beamten nicht nur seine Nachrichten, sondern auch extreme Verstümmelungsvideos, die er heruntergeladen hatte. Laut BBC erklärte der Staatsanwalt, Hopper habe eine „gefährliche Obsession“ entwickelt, die ihn dazu trieb, gesunde Körperteile zu opfern.
Das Urteil: 32 Monate Haft
Vor dem Crown Court in Truro gestand Hopper den Betrug und den Besitz extremer Pornografie. Das Gericht verurteilte ihn zu 32 Monaten Haft. Zudem gilt für ihn eine zehnjährige Sexualstrafverfügung, die seine Internetnutzung überwacht. Wie RTL berichtet, zeigte sich Hopper im Gerichtssaal kleinlaut und reumütig.
Ein Schock für Patienten und Kollegen
Besonders perfide: Nur sechs Monate nach seiner eigenen Amputation stand Hopper wieder im OP-Saal. Obwohl das Krankenhaus betonte, dass keine Gefahr für Patienten bestand, fragen sich viele, ob ihre Eingriffe wirklich notwendig waren.
Credits: Screenshot / Instagram bionicsurgeon
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