24 Fragen, eine Antwort: Babler weist Deepfake-Vorwurf per Parlamentsantwort zurück

24 Fragen, eine Antwort: Babler weist Deepfake-Vorwurf per Parlamentsantwort zurück

Mit einer 24-teiligen parlamentarischen Anfrage wollte die FPÖ Vizekanzler Andreas Babler auf den Zahn fühlen – ob sein virales Englisch-Video per KI aufgepeppt wurde. Die Antwort fiel kurz und klar aus.

Das Video, das alles auslöste

Im April 2026 veröffentlichte Babler ein Video auf Englisch, das online für Aufsehen sorgte – positiv wie negativ. Ein User mit dem Namen „Lukas“ behauptete auf X (Twitter), Bablers Englisch sei in dem Clip mithilfe von Künstlicher Intelligenz nachbearbeitet worden, wie oe24 schildert. Babler dementierte entschieden, drohte mit Klage – der Tweet wurde daraufhin gelöscht. Damit hätte das Thema erledigt sein können. FPÖ-Abgeordneter Wendelin Mölzer sah das anders.

24-teilige Anfrage, null Treffer

Mölzer stellte eine parlamentarische Anfrage in 24 Punkten an Bablers Ministerium, wie oe24 berichtet. Er wollte wissen, wer das Video produziert habe, ob externe Agenturen oder Kommunikationsberater eingebunden waren und ob dabei öffentliche Mittel verwendet wurden. Die Begründung: Es bestehe „öffentliches Interesse daran zu erfahren“, wer hinter der Produktion stecke.

Bablrers Antwort: Partei hat gezahlt, kein KI-Einsatz

Bablers Antwort ließ den parlamentarischen Aufwand ins Leere laufen, wie oe24 berichtet. Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport sei in die Produktion nicht eingebunden gewesen, Kosten seien im Ressort nicht angefallen – die Fragen fielen daher nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums. Soll heißen: Das Video hat nicht das Ministerium bezahlt, sondern die SPÖ als Partei. Da Parteien in Österreich zu einem großen Teil aus Parteienförderung – also letztlich Steuergeld – finanziert werden, ist ein indirekter öffentlicher Mittelfluss naheliegend. Das parlamentarische Fragerecht erfasst Parteiausgaben aber nicht direkt.

Zusätzlich stellte Babler laut oe24 auch gegenüber dem Parlament klar: „Beim genannten Video wurde lediglich eine technische Tonbearbeitung zur Reduktion von Hall vorgenommen und ich habe in keiner meiner Funktionen Videos erstellt, in denen mein Bild oder meine Stimme mittels künstlicher Intelligenz manipuliert wurde.“

Credits: Parlamentsdirektion/, Thomas Topf

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