Zehn Millionen Euro Kopfgeld: FBI jagt Olympia-Snowboarder

Zehn Millionen Euro Kopfgeld: FBI jagt Olympia-Snowboarder

Die USA haben den ehemaligen Profi-Snowboarder Ryan James Wedding aus Kanada auf die Top-Ten-Liste der meistgesuchten Verbrecher des FBI gesetzt. Gleichzeitig wurde ein Kopfgeld in Höhe von zehn Millionen US-Dollar für seine Ergreifung ausgesetzt. Diese Belohnung wird in Zusammenarbeit mit den Regierungen Kanadas und Mexikos angeboten, um Wedding vor Gericht zu bringen, teilte das US-Außenministerium mit.

Vom Olympia-Teilnehmer zum internationalen Drogenboss

Wedding, der bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City im Parallel-Slalom an den Start ging (Platz 24), soll inzwischen eine Schlüsselfigur im internationalen Drogenhandel sein. Nach Angaben der US-Behörden hat er eine Organisation aufgebaut, die Hunderte Kilogramm Kokain von Mexiko über Kalifornien nach Kanada schmuggelte. Zudem soll Weddings Kartell für mehrere Morde verantwortlich sein – darunter die Ermordung zweier Mitglieder einer Familie in Ontario.

„El Jefe“ – Ein gefährlicher Flüchtiger

Das FBI beschreibt Wedding als „bewaffnet und gefährlich“. Er soll unter mehreren Spitznamen bekannt sein, darunter „El Jefe“, „Public Enemy“ und „Giant“.

Bereits 2010 wurde Wedding wegen versuchten Kokainkaufs von einem Undercover-Agenten der US-Regierung verurteilt. Seitdem hat er sein kriminelles Netzwerk weiter ausgebaut.

Laut Martin Estrada, US-Staatsanwalt für den Central District of California, hat Wedding in den vergangenen 13 Jahren sein kriminelles Imperium aufgebaut. Er bezeichnete die Organisation als „skrupellose Operation, die Milliarden von Dollar eingebracht hat“.

Ein Haftbefehl gegen Wedding wurde 2024 erlassen, was ihn schließlich auf die FBI-Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen brachte. Ein Komplize Weddings wurde diese Woche an die USA ausgeliefert.

Joseph T. McNally, der zuständige Staatsanwalt, erklärte dazu:
„Der Angeklagte spielte eine Schlüsselrolle bei der Leitung einer gewalttätigen, internationalen Drogenhandelsorganisation, die für mehrere Morde verantwortlich war. Wir sind dankbar, ihn in den Vereinigten Staaten zu haben, wo er sich der Justiz stellen wird.“

Wedding selbst ist weiterhin auf der Flucht.

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