Wien setzt auf Grün: 820 Grünpfeile für Radfahrer geplant

Wien setzt auf Grün: 820 Grünpfeile für Radfahrer geplant

Die Stadt Wien macht Ernst mit ihrer Radverkehrsoffensive: Bis Mai 2026 sollen an 67 weiteren Kreuzungen insgesamt 90 neue Grünpfeile montiert werden. Damit steigt die Gesamtzahl auf beeindruckende 820 – ein österreichweiter Rekord, wie die Stadt stolz verkündet.

Mehr Freiheit für Radfahrer

Die kleinen Zusatztafeln, die es Radfahrern ermöglichen, nach einem kurzen Stopp bei Rot rechts abzubiegen oder geradeaus zu fahren, sind ein wichtiger Bestandteil der Wiener Mobilitätsstrategie. „Mit 820 Grünpfeilen sind wir österreichweit unangefochten an der Spitze“, betont Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Die Maßnahme soll den Radverkehr nicht nur attraktiver, sondern auch effizienter machen. Martin Blum, Wiens Radverkehrsbeauftragter, ergänzt: „Die bisherigen Erfahrungen mit den Grünpfeilen sind durchweg positiv.“

Radwege-Offensive zeigt Wirkung

Doch die Grünpfeile sind nur ein Teil der Strategie. In den letzten fünf Jahren wurden über 100 Kilometer neue Radwege gebaut. Auch 2026 stehen große Projekte an, darunter der Ausbau des Zwei-Richtungs-Radwegs auf der äußeren Mariahilfer Straße und die Neugestaltung des Rings. Hier sollen Fußgänger und Radfahrer künftig mehr Platz bekommen. Besonders ambitioniert: Die Nebenfahrbahnen am Schottenring sollen zu breiten Radwegen umgestaltet werden, während die schattigen Alleen den Fußgängern vorbehalten bleiben.

Bezirke im Fokus

Die neuen Grünpfeile werden in fast allen Bezirken Wiens installiert. Spitzenreiter ist die Landstraße mit 11 neuen Standorten, gefolgt von der Donaustadt mit 10 und dem Alsergrund mit 9. Insgesamt gibt es 662 Grünpfeile für das Rechtsabbiegen und 158 für das Geradeausfahren. Besonders die Donaustadt profitiert von der Initiative, da hier die meisten Zusatztafeln hängen.

Sicherheit an erster Stelle

Trotz aller Begeisterung mahnt Blum zur Vorsicht: „Radfahrer müssen sich vor dem Weiterfahren vergewissern, dass niemand gefährdet wird. Besonders Fußgänger verdienen Rücksicht.“ Die Stadt setzt auf eine Kombination aus Infrastruktur und Bewusstseinsbildung, um den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen.

Quellen: oe24.at

Credits: APA

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