Ukraine schlägt zurück: Raketenangriff trifft Energieinfrastruktur in Belgorod

Ukraine schlägt zurück: Raketenangriff trifft Energieinfrastruktur in Belgorod

Während Russland in der Nacht auf Pfingstsonntag Kiew mit 600 Drohnen und 90 Raketen überzog, schlug die Ukraine ihrerseits in der russischen Grenzregion Belgorod zu. Die Energie-Infrastruktur der Region wurde schwer getroffen – Strom und Wasser in der gleichnamigen Stadt unterbrochen.

Strom und Wasser weg – Gouverneur spricht von katastrophaler Lage

Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters und örtliche Behörden berichtet, wurde bei einem massiven ukrainischen Raketenangriff auf die an die Ukraine grenzende russische Region Belgorod die Energie-Infrastruktur schwer beschädigt. In der Stadt Belgorod selbst wurden demnach die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Interfax zitierte örtliche Behörden mit der Bestätigung der Versorgungsausfälle. Der Gouverneur der Region sprach laut lpb-bw.de von einer „katastrophalen Lage“.

Belgorod liegt rund 30 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und ist seit Beginn der russischen Invasion wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe geworden – darunter ein schwerer Raketenangriff im Februar 2024 mit sieben Toten und einer der schwersten Beschüsse überhaupt im Dezember 2023 mit 25 Toten.

Gegenseitiger Angriff in derselben Nacht

Der Belgorod-Angriff ereignete sich in derselben Nacht, in der Russland seinerseits Kiew mit einem der schwersten Angriffe seit Monaten überzog – darunter erstmals der Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik nahe der ukrainischen Hauptstadt. Wie t-online.de berichtet, meldete das russische Verteidigungsministerium am Sonntagmorgen zudem den Abschuss von 33 ukrainischen Drohnen über mehreren russischen Regionen, darunter Belgorod, Brjansk, Kursk und dem Großraum Moskau. Die Ukraine wiederum meldete laut Tagesspiegel einen Drohnenangriff auf eine russische Öl-Pumpstation.

Selenskyj fordert westliche Reaktion

Ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wandte sich laut Tagesspiegel nach den massiven russischen Luftschlägen auf Kiew an die Verbündeten und forderte eine entschlossene Reaktion des Westens. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt scharf. Ob und wie der Westen konkret reagiert, blieb zunächst offen.

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