Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Der berüchtigte Drogenboss Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, besser bekannt als „El Mencho“, wurde bei einer großangelegten Operation der mexikanischen Sicherheitskräfte getötet. Doch hinter dem Erfolg steckt mehr als nur mexikanische Polizeiarbeit – auch die US-Regierung unter Präsident Trump spielte eine entscheidende Rolle.
Der Mann hinter dem Chaos: Wer war „El Mencho“?
„El Mencho“ galt als einer der gefährlichsten Drogenbosse der Welt. Als Anführer des Jalisco New Generation Cartel (CJNG) war er verantwortlich für den Schmuggel von Tonnen von Fentanyl und anderen Drogen in die USA. Sein Kartell war bekannt für seine Brutalität und Innovationskraft, etwa beim Einsatz von Drohnen mit Sprengstoff. Laut dem US-Außenministerium war er einer der meistgesuchten Verbrecher, für dessen Ergreifung eine Belohnung von 15 Millionen Dollar ausgesetzt war.
Die Operation: Unterstützung aus Washington
Die tödliche Operation fand im mexikanischen Bundesstaat Jalisco statt, wo „El Mencho“ von Sicherheitskräften gestellt wurde. Nach einem heftigen Feuergefecht wurde er verwundet und starb später während des Transports. Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bestätigte, lieferte die US-Regierung entscheidende Geheimdienstinformationen, die den Einsatz ermöglichten. „El Mencho war ein Top-Ziel für die mexikanische und die US-Regierung“, erklärte Leavitt.
Gewaltwelle nach dem Tod
Der Tod des Kartellchefs löste eine Welle der Gewalt aus. Mitglieder des CJNG blockierten Straßen, setzten Fahrzeuge in Brand und verbreiteten Chaos in mehreren mexikanischen Bundesstaaten. Besonders betroffen war die Hauptstadt von Jalisco, Guadalajara, die sich in eine Geisterstadt verwandelte. Schulen blieben geschlossen, und an Flughäfen brach Panik aus. Internationale Fluggesellschaften, darunter auch Lufthansa, sagten Flüge ab.
Trump und die Kartelle: Eine klare Botschaft
Präsident Trump hatte bereits zu Beginn seiner Amtszeit klargemacht, dass er den Kampf gegen die Drogenkartelle intensivieren würde. Im Jahr 2025 stufte seine Regierung das CJNG als ausländische terroristische Organisation ein. „Die Vereinigten Staaten werden sicherstellen, dass Narco-Terroristen, die tödliche Drogen in unser Land bringen, der Gerechtigkeit zugeführt werden“, so Leavitt.
Ein fragiler Erfolg
Obwohl der Tod von „El Mencho“ als großer Erfolg gefeiert wird, bleibt die Lage in Mexiko angespannt. Präsidentin Claudia Sheinbaum steht unter Druck, die Sicherheit im Land zu gewährleisten, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Kritiker warnen jedoch, dass die Eliminierung von Kartellführern oft zu noch mehr Gewalt führt, da rivalisierende Gruppen um die Macht kämpfen.
Quellen: oe24.at, Axios, Deutschlandfunk, Euronews
Credits: APA
Neueste Kommentare