US-Präsident Donald Trump nutzte seine Rede vor der UN-Generalversammlung, um sich kritisch gegenüber Europa und auch Österreich zu äußern. Im Zentrum seiner Kritik stand die Migrationspolitik und der hohe Anteil ausländischer Gefängnisinsassen in Österreich. Er verwies darauf, dass 53 Prozent der Gefängnisinsassen keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
Meinl-Reisinger via Instagram
Die Reaktion von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger erfolgte während der Mittagspause über Instagram. Sie kommentierte, dass Trump eine „sehr lange Rede“ gehalten habe, die überwiegend von amerikanischer Innenpolitik geprägt gewesen sei und in Teilen wie eine Wahlkampfrede wirkte. Die Außenministerin zeigte sich grundsätzlich offen für Trumps Angebot zur Zusammenarbeit mit der UNO. Sie bewertete diese Handreichung als positiv, merkte jedoch an, dass nicht sicher sei, ob diese Botschaft von allen im Saal so aufgenommen wurde.
Umgang mit der Europa-Kritik
Auch hinsichtlich Trumps Kritik an Europa äußerte sich Meinl-Reisinger zurückhaltend. Sie sprach davon, dass Trump „ein bisschen sehr viel auf Europa reingehauen“ habe. Im weiteren Verlauf verwies sie auf das humanitäre Engagement Österreichs und das Bemühen um eine Ordnung der Migration sowohl innerhalb der EU als auch international. Eine direkte Auseinandersetzung mit den angesprochenen Problemfeldern blieb jedoch aus.
Credits: APA
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