Der Iran-Krieg eskaliert weiter – auch während laufender Verhandlungen. Das US-Militär hat iranische Schiffe angegriffen, die in der Straße von Hormuz Minen legen wollten, und zusätzlich Raketenstellungen im Iran attackiert. Trump dämpft gleichzeitig die Hoffnung auf einen schnellen Deal.
CENTCOM spricht von „Selbstverteidigung“
Wie tt.com unter Berufung auf das US-Zentralkommando CENTCOM berichtet, wurden im Bereich der Straße von Hormuz iranische Boote angegriffen, die im Begriff waren, Minen in der strategisch wichtigen Meerenge zu verlegen. Darüber hinaus wurden laut CENTCOM auch iranische Raketenstellungen attackiert. CENTCOM-Sprecher Tim Hawkins bezeichnete die Angriffe als „Selbstverteidigungsmaßnahmen“ und betonte, die US-Streitkräfte würden sich angesichts der geltenden Waffenruhe „zurückhalten.“
Iranische Medien berichteten laut tt.com über Tote nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormuz. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern.
Hormuz bleibt Brennpunkt – trotz Waffenruhe
Die Angriffe reihen sich in eine Serie gegenseitiger Attacken rund um die Meerenge ein. Wie tt.com festhält, hatte der Iran bereits Anfang Mai US-Militärschiffe in der Hormuzstraße mit Raketen und Schnellbooten attackiert – die USA hatten daraufhin Ziele auf iranischem Festland angegriffen. Die Waffenruhe, die seit April gilt, hält damit weitestgehend – aber nicht vollständig.
Trump will Uran vernichten – und bremst beim Deal
Auf diplomatischer Ebene schickte US-Präsident Donald Trump am Wochenende zunächst optimistische Signale – um am Sonntag auf Truth Social eine „übereilte“ Übereinkunft mit dem Iran ausdrücklich auszuschließen. Wie tt.com unter Berufung auf Truth Social berichtet, kündigte Trump außerdem an, angereichertes iranisches Uran zu vernichten – entweder durch Übergabe an die USA oder durch Zerstörung vor Ort unter Aufsicht von Atomenergie-Experten. Auf welche Behörde er dabei verwies – die US-Atomenergie-Kommission oder die in Wien ansässige IAEA – ließ Trump offen.
Netanjahu besteht auf vollständiger nuklearer Abrüstung
Wie tt.com berichtet, teilte Israels Premier Benjamin Netanjahu mit, bei einem Telefongespräch mit Trump am Samstag seien sich beide einig gewesen: Jedes endgültige Abkommen mit dem Iran müsse „die nukleare Gefahr beseitigen.“ Das bedeute, Anlagen zur Urananreicherung müssten abgebaut und Bestände an hochangereichertem Uran aus dem Land entfernt werden. Der Umgang mit rund 400 Kilogramm hochangereichertem iranischen Uran gilt als zentraler Streitpunkt in den laufenden Verhandlungen.
Credits: APA
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