Er sorgt für Überraschung in der heimischen Politlandschaft: NEOS-Gründer Matthias Strolz kann sich vorstellen, in die Politik zurückzukehren. Das sagte der frühere Parteichef am Dienstag im Puls24-Interview – wenige Jahre nach seinem endgültigen Bruch mit der eigenen Partei.
„Ist vorstellbar, ja“
In der Sendung „Treffpunkt Österreich zu Mittag“ fragte Moderatorin Bianca Ambros den ehemaligen NEOS-Chef direkt: „Können Sie sich vorstellen, zurückzukommen in die Politik?“ Strolz antwortete knapp: „Ist vorstellbar, ja. Es gibt jetzt keinen konkreten Plan.“ Damit lässt der Gründer der pinken Partei erstmals öffentlich eine mögliche Rückkehr ins politische Geschäft anklingen – zieht sich aber gleichzeitig auf einen unverbindlichen Konjunktiv zurück.
Vom Rückzug 2018 zum Parteiaustritt 2024
Strolz hatte sich bereits 2018 aus der aktiven Politik zurückgezogen. 2024 folgte dann der endgültige, formale Bruch mit den NEOS: Der Parteigründer trat aus der von ihm mitbegründeten Partei aus.
Kritik am Umgangston im Parlament
Vor seiner überraschenden Comeback-Andeutung sprach Strolz im Interview offen über seine Vorbehalte gegenüber dem politischen Alltagsgeschäft. Parlamentsdebatten seien für ihn „schwer zu ertragen“, störend seien vor allem das „Hick-Hack“ und das „Ich hau dir auffi“ zwischen den politischen Lagern. Ihm sei durchaus bewusst, dass es das Parlament brauche und dass ein Teil davon eine „gewisse Aufführung“ sei – viel eigentliche Arbeit finde ohnehin im Hintergrund, in den Ausschüssen, statt. Was ihm dabei aber oft fehle, sei gegenseitige Wertschätzung: „Du kannst in der Sache sehr hart kritisieren. Nur ich werde immer das politische Gegenüber als Mensch respektieren. Auf einer persönlichen Ebene. Ich habe das Gefühl, dass oft sehr respektlos übereinander hergefallen wird.“
Bereits im März ähnliche Andeutungen
Es ist nicht das erste Mal, dass Strolz öffentlich mit dem Gedanken an eine Rückkehr kokettiert. Bereits Anfang März sagte er in einem ORF-Interview: „Ich liebe Politik.“ Auf die damalige Frage nach einem möglichen Comeback antwortete er ähnlich vage wie nun bei Puls24: „Ab und zu juckt es mich.“
Ein Autor und Coach im TV-Dauereinsatz
Auch abseits konkreter Politik-Ambitionen bleibt Strolz medial präsent. Der Autor, Coach und Unternehmer tritt regelmäßig in verschiedenen TV-Formaten auf und wird dort zu gesellschaftlichen Fragen befragt – ein Umstand, der seine wiederkehrenden Comeback-Andeutungen zusätzlich in den Fokus rückt.
Was das für die NEOS bedeuten könnte
Ob aus den vagen Andeutungen tatsächlich konkrete politische Schritte werden, bleibt offen – ein „konkreter Plan“ existiert nach Strolz‘ eigenen Worten ausdrücklich nicht. Angesichts seines Status als Parteigründer und prägende Figur der pinken Bewegung dürften seine Aussagen innerhalb der NEOS dennoch mit Interesse registriert werden.
Credits: Nicola Montfort – buchwien.at, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=133975731
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