Spitäler schickten sie weg: Junge Mutter (25) verliert Bein

Spitäler schickten sie weg: Junge Mutter (25) verliert Bein

Eine junge Mutter aus Wien durchlebt einen Albtraum. Nachdem sie von zwei Spitälern heimgeschickt wurde, verlor die 25-Jährige nach einer schweren Infektion mit fleischfressenden Bakterien ihr Bein. Nun kämpft sie sich zurück ins Leben und erhebtschwere Vorwürfe.

Odyssee durch Wiener Spitäler

Ende Juli wurde die sportliche, junge Mutter plötzlich durch heftige Schmerzen im Oberschenkel aus dem Schlaf gerissen. Wie das Nachrichtenportal heute.at berichtet, suchte die 25-Jährige Hilfe in der Klinik Donaustadt. Dort erhielt sie eine Infusion, wurde geröntgt und anschließend mit Schmerztabletten und dem Ratschlag, das Bein zu kühlen, wieder nach Hause geschickt.

Doch die Schmerzen ließen nicht nach, im Gegenteil. Bereits am nächsten Tag wurden sie unerträglich. Ein Hausarzt vermutete eine Thrombose, weshalb sie mit der Rettung in die Klinik Landstraße gebracht wurde. Dort stellten die Ärzte mittels Ultraschall fest, dass es sich nicht um eine Thrombose handelte. Mit dem Verdacht auf einen Muskelfaserriss wurde sie erneut abgewiesen und gebeten, das Bein zu Hause zu schonen und zu kühlen.

Der dramatische Höhepunkt: „Ich konnte nicht gehen“

„Ich konnte nicht gehen, mein Bein brannte“, schildert die junge Frau die unvorstellbaren Qualen gegenüber heute.at. Die Schmerzen eskalierten weiter, doch ein erneuter Anruf bei der Rettung brachte nur Verzweiflung. Ein Sanitäter soll ihr mitgeteilt haben, dass man sie zwar wieder in die Klinik Landstraße bringen könne, sie aber wahrscheinlich erneut nach Hause geschickt würde.

Kurz darauf kollabierte die Frau und wurde bewusstlos von der Rettung ins Donauspital gebracht. Dort folgte die schockierende Diagnose: eine schwere Blutvergiftung, verursacht durch fleischfressende Bakterien. Die Familie vermutet, dass ein Insektenstich der Auslöser gewesen sein könnte. Trotz einer sofort eingeleiteten Notoperation war es bereits zu spät. Am 14. August musste ein Teil ihres Beines amputiert werden.

Ein Leben, das zerstört wurde

Zwei Wochen lang kämpften die Ärzte im AKH um das Leben der jungen Mutter. Sie überstand acht Operationen und verbrachte zwei Monate im Krankenhaus. „Es hat uns zerstört“, sagt die verzweifelte Frau, die nun lernen muss, mit diesem Schicksalsschlag zu leben. In Kürze erhält sie eine Prothese. „Dann muss ich wieder gehen lernen“, erzählt sie unter Tränen.

Der Fall hat nun auch juristische Konsequenzen. Ein Anwalt vertritt die junge Frau, um zu klären, ob eine Fehldiagnose der Spitäler vorliegt. Der Wiener Gesundheitsverbund äußerte sich gegenüber der „Krone“ aufgrund des laufenden Verfahrens bisher nicht zu dem Fall.

Quelle: heute.at
Credits: APA

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