Die neue OGM-Umfrage für den Kurier bringt für die SPÖ gleich mehrere schlechte Nachrichten auf einmal. Die schwerste davon ist nicht die Partei-Zahl – sondern die Tatsache, dass knapp vier von zehn SPÖ-Wählern ihren eigenen Parteichef nicht als Kanzler sehen wollen.
16 Prozent für die SPÖ – ein historisches Tief
Wie exxpress.at unter Berufung auf die aktuelle OGM-Erhebung für den Kurier berichtet, erreicht die SPÖ in der Sonntagsfrage nur noch 16 Prozent – ein Wert, der noch im Februar 2026 kurz vor dem Parteitag als historisches Tief galt. Während die FPÖ unter Herbert Kickl auf 37 Prozent klettert und die ÖVP stabil bei 20 Prozent liegt, verliert die SPÖ weiter an Boden. Auch die NEOS büßen einen Prozentpunkt ein und kommen auf 8 Prozent, die Grünen verbessern sich leicht auf 13 Prozent.
Das eigentliche Problem: Babler verliert das eigene Lager
Noch alarmierender als die Partei-Zahl ist ein Detail aus der Kanzlerfrage. Wie exxpress.at berichtet, können sich österreichweit nur 12 Prozent der Befragten Andreas Babler als Bundeskanzler vorstellen. Aber der wirklich brisante Befund liegt woanders: Selbst unter SPÖ-Wählern unterstützen laut OGM-Umfrage nur 58 Prozent Babler als Kanzlerkandidat. Das bedeutet: Fast vier von zehn Menschen, die die SPÖ wählen würden, wollen ihren eigenen Parteichef nicht an der Staatsspitze sehen. Ein Wert, der in der Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie seinesgleichen sucht.
Zum Vergleich: Kickl mobilisiert laut exxpress.at nahezu geschlossen das eigene FPÖ-Lager und kommt auf 33 Prozent in der gesamtösterreichischen Kanzlerfrage.
Regierung, Preisbremsen, Koalitionsvarianten – alles im Keller
Das Bild rundet sich für die SPÖ nicht ab. Wie exxpress.at weiter berichtet, bevorzugen 38 Prozent der Befragten eine Regierung aus FPÖ und ÖVP – die regierende Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS kommt dagegen nur noch auf 25 Prozent Zustimmung. Auch die zentralen Entlastungsmaßnahmen, die Babler intern als Erfolge verbucht – Spritpreisbremse und Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – stoßen laut Umfrage bei einer Mehrheit der Österreicher auf Skepsis.
Credits: APA
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