Nach Jahren des Wachstums gibt es im Schuljahr 2025/26 erstmals wieder einen Rückgang bei den Schulanfängern. Wie oe24.at unter Berufung auf die Statistik Austria berichtet, starten heuer nur 94.500 Taferlklassler ihre Schullaufbahn – ein Minus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung markiert eine Trendwende, denn in den letzten Jahren stiegen die Zahlen kontinuierlich an. Noch im Schuljahr 2024/25 kratzte man mit rund 98.000 Erstklässlern an der 100.000er-Marke.
Die Gesamtschülerzahl bleibt hingegen stabil: Laut Statistik Austria werden österreichweit 1,166 Millionen Kinder und Jugendliche die Schulbank drücken – ein minimaler Anstieg von 0,3 Prozent.
Wien, Niederösterreich und Burgenland: Der Schulstart im Fokus
In Ostösterreich beginnt der Unterricht bereits nächste Woche. Wie oe24.at berichtet, werden hier 506.000 Schüler erwartet, darunter 41.000 Taferlklassler. In den westlichen Bundesländern wie Kärnten, Tirol und Vorarlberg starten die Schulen eine Woche später. Insgesamt werden dort 53.500 Kinder erstmals die Schulbank drücken.
Verschiebungen in den Schulformen: Volksschulen verlieren, AHS und BMHS gewinnen
Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Volksschülern. Laut Prognosen der Statistik Austria, die von oe24.at zitiert werden, wird ihre Zahl um 0,7 Prozent auf 374.000 sinken. Gleichzeitig verzeichnen die Gymnasien (AHS) und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) leichte Zuwächse. An den AHS wird ein Plus auf 218.000 Schüler erwartet, während die BMHS mit einem Anstieg von 1,7 Prozent auf 186.000 Schüler rechnen können.
Ursachen und Ausblick: Was steckt hinter den Zahlen?
Die Gründe für den Rückgang der Taferlklassler sind vielfältig. Experten vermuten demografische Veränderungen und sinkende Geburtenraten als Hauptursachen. Auch die Abschaffung des Schulstartgeldes, die von der SPÖ in einem anderen Bericht auf oe24.at scharf kritisiert wurde, könnte eine Rolle spielen. Wie sich diese Entwicklungen langfristig auf das Bildungssystem auswirken, bleibt abzuwarten.
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