Mehr als ein Jahr nach der mutwilligen Beschädigung einer Kletterroute am Hochschwab, an deren Erschließung FPÖ-Chef Herbert Kickl beteiligt war, kommt der Fall vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat beim Bezirksgericht Bruck an der Mur einen Strafantrag gegen einen verbliebenen Verdächtigen eingebracht.
Der Vorfall an der Route „Geheimer Schwob“
Ins Rollen kam die Angelegenheit durch Fotos, die eine Beschädigung der Kletterroute „Geheimer Schwob“ am Hochschwab in der Obersteiermark nahelegten. Diese Route wurde 2020 von drei Bergsteigern erstmals begangen und mit Sicherungshaken versehen – einer der drei war damals Kickl. Den aufgetauchten Fotos zufolge sollen Unbekannte die Haken absichtlich mit einem Winkelschleifer entfernt haben.
Politisch motivierte Begründung im Netz
Die entsprechenden Fotos wurden auf einer Website veröffentlicht, versehen mit der Begründung: „Faschisten aus dem Gebirge jagen“. Kritisiert wurde dabei, dass Kickl den Hochschwab mit seiner Erstbegehung für eigene Selbstinszenierung nutze.
Ermittlungen nach FPÖ-Anzeige
Die FPÖ hatte nach Bekanntwerden der Beschädigung eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht, woraufhin die Alpinpolizei die Ermittlungen aufnahm. Von den ursprünglich drei Verdächtigen sind zwei bekannt, ein dritter blieb unbekannt. Das Verfahren gegen einen der bekannten Verdächtigen wurde bereits eingestellt, jenes gegen den unbekannten Dritten ausgeschieden beziehungsweise abgebrochen. Übrig blieb ein Verdächtiger, gegen den nun Anklage wegen Diebstahls und Sachbeschädigung erhoben wurde.
Verhandlungstermin im Oktober
Die Hauptverhandlung ist für 22. Oktober um 10 Uhr am Bezirksgericht Bruck an der Mur angesetzt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Leoben am Freitag auf Anfrage der APA mit. Für den Angeklagten gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Credits: Parlamentsdirektion, Thomas Topf
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