Das Sozialministerium hat das Sparpaket bei den Pensionen offiziell bestätigt. Rund 2,1 Millionen Pensionisten erhalten 2027 eine Erhöhung unter der Inflationsrate. FPÖ-Chef Herbert Kickl greift die Regierung daraufhin frontal an.
Was das Sparpaket konkret bedeutet
Wie oe24.at unter Berufung auf das Sozialministerium berichtet, sieht das beschlossene Paket vor, dass die Pensionen 2027 um 2,95 Prozent steigen – knapp unter der prognostizierten Inflationsrate von 3,3 Prozent. Für rund 200.000 Mindestpensionisten – also Bezieher des Ausgleichszulagenrichtsatzes von derzeit 1.308,39 Euro – gilt eine Ausnahme: Sie erhalten die vollen 3,3 Prozent. Alle anderen 2,1 Millionen Pensionisten hingegen bekommen real weniger, als die Teuerung frisst. Laut Regierung spart diese Regelung dem Budget rund 280 Millionen Euro.
Kickl: „So schäbig“ – scharfe Attacke auf Facebook
FPÖ-Parteichef Herbert Kickl ließ die Bestätigung nicht unkommentiert. In einem Facebook-Posting legte er laut oe24.at los: „Die Verlierer-Ampel zeigt wieder einmal, wer ihr wirklich egal ist: die Pensionisten in diesem Land. Für Asyl, Brüssel, linke NGOs und die Ukraine scheint immer Geld da zu sein. Aber bei unseren Pensionisten wird eiskalt gespart.“ Menschen, die Österreich jahrzehntelang aufgebaut hätten, müssten nun den Preis für „politisches Versagen“ zahlen.
In einem zweiten Posting legte Kickl nach: „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht zum Bittsteller werden. Diese Politik ist respektlos, sozial ungerecht und völlig abgehoben von der Realität der Bevölkerung.“ Sein abschließendes Urteil laut oe24.at: „Es ist so schäbig.“
Seniorenrat und Grüne hatten ähnlich reagiert
Kickl steht mit seiner Kritik nicht allein. Wie bereits berichtet, hatte Seniorenrats-Präsidentin Ingrid Korosec (ÖVP) in der ZiB2 erklärt, die Entscheidung sei „unglaublich ungerecht“ – weil das Versicherungsprinzip missachtet werde. Und Grünen-Vizeklubchefin Sigrid Maurer hatte in ihrem ORF-Auftritt gefragt: „Wo ist die Sozialdemokratie in dieser Regierung?“ Die Breite der Kritik zeigt: Die Pensionsentscheidung ist der politisch heikelste Punkt des gesamten Sparpakets.
Credits. APA
Neueste Kommentare