Die neuen Zahlen der EU-Kommission zu den Asylanträgen in den europäischen Nationen liefern ein klares Bild: Österreich mit 9,2 Millionen Einwohnern hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres 4738 Asylwerber registriert. Deutschland mit 84 Millionen Einwohnern 37.387 – also knapp 8-malso viele wie Österreich, obwohl 9,13-mal so viele Menschen in Deutschland leben. Das belegt: Österreich wird noch immer wesentlich mehr durch die Asyl-Wellen belastet als die nördlichen Nachbarn.
Noch dramatischer fällt das Ungleichgewicht auf, wenn Österreichs Zahlen mit jenen der Nachbarländer Ungarn und der Slowakei verglichen werden: Die Regierung in Budapest meldete 22 Asyl-Anträge im ersten Quartal 2025, die Slowakei 37.
Österreich hatte also 215-mal mehr Zuwanderer, die einen Asyl-Antrag stellten als die Nachbarn in Ungarn.
Interessant auch die Herkunftsländer der in Österreich ankommenden Asylwerber im Januar 2025:
Afghanistan:33 % der Anträge,
Syrien:32 % der Anträge,
Russische Föderation:4 % der Anträge,
Somalia:4 % der Anträge
Türkei:3 % der Anträge
Ein aus Somalia kommender Asylwerber hat bis zum Erreichen der österreichischen Staatsgrenzen bis zu sechs sichere Dritt-Staaten durchquert.
Asylanträge in ausgewählten EU-Ländern (Januar bis März 2025, laut EU-Kommission):
Frankreich:40.871 Anträge
Spanien:39.318 Anträge
Deutschland:37.387 Anträge
Erstmals seit Jahren verzeichnete Deutschland nicht mehr die höchste Anzahl an Asylanträgen innerhalb der EU.Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies für Deutschland einen Rückgang um 41 %. Im Pro-Kopf-Vergleich ist Österreich nun mehr belastet als Deutschland.
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