Pensionisten fordern volle Inflationsabgeltung – Druck auf Regierung wächst

Pensionisten fordern volle Inflationsabgeltung – Druck auf Regierung wächst

Die Budgetverhandlungen sind eröffnet, und der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) lässt keinen Zweifel daran, was er will: eine vollständige Inflationsabgeltung für alle Pensionen. Mit Petitionen in allen neun Landtagen und einer klaren Botschaft an die Regierung macht der SPÖ-nahe Verband mobil.

„Es geht um Würde im Alter“

„Ein Leben nach jahrzehntelanger Arbeit darf nicht von finanziellen Sorgen geprägt sein“, betonte PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer bei einer Pressekonferenz. Die steigenden Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel belasten viele Pensionisten schwer. „Wir fordern Respekt und Gerechtigkeit – die volle Inflationsabgeltung ist gesetzlich verankert und keine Verhandlungsmasse“, so Gerstorfer weiter.

Regionale Forderungen und neue Steuerideen

Neben der Inflationsabgeltung stehen auch regionale Anliegen im Fokus. Je nach Bundesland werden spezifische Maßnahmen wie Energiekostensenkungen oder Verbesserungen bei Wohnbeihilfen gefordert. Doch der PVÖ geht noch weiter: Gerstorfer brachte die Idee einer „KI-Steuer“ ins Spiel. Diese soll außerordentliche Gewinne aus der Nutzung künstlicher Intelligenz besteuern, insbesondere wenn dadurch Arbeitsplätze verloren gehen. „Es ist Zeit, dass auch große Vermögen und Konzerne ihren Beitrag leisten“, erklärte sie.

Unterstützung aus dem ÖGB

Auch Monika Kemperle, Seniorenchefin des ÖGB, schloss sich den Forderungen an. „Wer ein Leben lang arbeitet, muss im Alter würdevoll leben können – ohne Angst vor Armut“, ließ sie schriftlich verlauten. Alles andere als eine volle Inflationsabgeltung sei „Pensionsraub“.

Kritik an bisherigen Maßnahmen

Der Pensionistenverband kritisiert, dass die Pensionisten bereits beim letzten Budget über Gebühr belastet wurden – durch die nicht vollständige Anpassung der Pensionen und die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge. „Es kann nicht sein, dass die Ärmsten gegeneinander ausgespielt werden, während Superreiche und Konzerne geschont werden“, so Gerstorfer.

Quellen: oe24.at, kurier.at, orf.at, pvoe.at, sn.at
Credits: APA

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