Meinl-Reisinger schließt Koalition mit Kickl kategorisch aus

Meinl-Reisinger schließt Koalition mit Kickl kategorisch aus

Trotz anhaltend hoher FPÖ-Umfragewerte bleibt NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger bei ihrer klaren Linie: Mit Herbert Kickl wird es keine Regierungszusammenarbeit geben – auch dann nicht, wenn der FPÖ-Chef eine eigene Kanzlermehrheit organisieren sollte.

Eine unmissverständliche Ansage

Im oe24-„Sommergespräch“ stellte Meinl-Reisinger auf die Frage von Moderatorin Isabelle Daniel, ob Kickl noch Bundeskanzler werden könnte, klar: „Wenn er eine Mehrheit findet, die ihn zum Kanzler macht, wir werden es nicht sein.“ Zuvor hatte Daniel auf die aktuellen Umfragen verwiesen, in denen die FPÖ teils bereits bei 38 Prozent liegt.

Verweis auf Kickls gescheiterten Anlauf

Von diesen Werten zeigte sich die NEOS-Chefin unbeeindruckt und erinnerte stattdessen an Kickls gescheiterten Versuch, nach der vergangenen Nationalratswahl Bundeskanzler zu werden. „Herbert Kickl hat einmal die Chance gehabt, Bundeskanzler zu werden, ähm, er hat es nicht gemacht, er hat sich davon gestohlen und weggeduckt“, sagte Meinl-Reisinger.

Keine Festlegung auf eine mögliche Viererkoalition

Offener blieb die NEOS-Chefin bei der Frage, ob angesichts anhaltend hoher FPÖ-Werte künftig eine Viererkoalition gegen Kickl notwendig werden könnte. Hintergrund dieser Frage ist die aktuelle Umfragelage: Da ÖVP und SPÖ deutlich schwächer abschneiden als die FPÖ, könnte ein Dreierbündnis ohne die Freiheitlichen nach der nächsten Wahl rechnerisch schwieriger werden. „Ich sage Ihnen was, wir sind jetzt mindestens zwei Jahre vor einer Wahl“, entgegnete Meinl-Reisinger, als Daniel auf die Relevanz der Frage angesichts der Umfragewerte hinwies. Auf Nachfrage blieb sie dabei: „Ja, aber für mich jetzt nicht.“

Klare Absage, offene Zukunftsfrage

Damit bleibt zwar offen, welche konkreten Koalitionsvarianten die NEOS nach der nächsten Nationalratswahl anstreben würden – die grundsätzliche Absage an eine Zusammenarbeit mit Kickl persönlich hat Meinl-Reisinger damit aber bereits jetzt festgeschrieben, unabhängig vom weiteren Verlauf der Umfragen bis zur nächsten Wahl.

Credits: BKA, Andy Wenzel

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