Neue Zahlen der deutschen Bundesregierung werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage im Land und zeigen, welche Gruppen besonders häufig durch Straftaten auffallen. Insbesondere bei Jugendlichen offenbaren sich deutliche Unterschiede zwischen den Nationalitäten. In Österreich dürfte das ähnlich sein.
Auslöser für die Debatte ist ein grausames Verbrechen im nordrhein-westfälischen Dorsten. Eine Spaziergängerin fand am 30. Juni eine leblose Mutter und ihre tote Tochter (19 Monate alt) an einem Waldweg. Wenig später stellte sich ein 16-jähriger Tatverdächtiger – wie die Opfer, ein ukrainischer Staatsbürger. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, doch das Verbrechen sorgt bundesweit für Entsetzen.
Solche Fälle nähren die Sorge um die innere Sicherheit, insbesondere angesichts der rasant gestiegenen Gewaltkriminalität unter Jugendlichen. Eine neue Kennzahl des Bundeskriminalamts, die sogenannte Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ), erlaubt nun genauere Aussagen. Sie setzt die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen je Nationalität ins Verhältnis zur Gesamtzahl der jeweiligen Bevölkerungsgruppe in Deutschland.
Straßenkriminalität ist in der Hand der Migranten
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Innenpolitikers Martin Hess zeigt dabei teils dramatische Unterschiede: Deutsche Tatverdächtige aller Altersklassen kommen auf eine TVBZ von 1878. Syrer erreichen einen Wert von 8236, Afghanen liegen bei 8753 – mehr als das Vierfache.
Besonders auffällig ist die Lage bei minderjährigen Ausländern: Syrische Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sind bei Straßenkriminalität fünfmal so häufig tatverdächtig wie gleichaltrige Deutsche. Auch Kinder unter 14 Jahren aus Syrien schneiden ähnlich ab. Den höchsten Wert erreichen algerische Jugendliche: Sie sind in dieser Altersgruppe 56-mal so häufig tatverdächtig wie deutsche Altersgenossen. Marokkaner im Teenageralter kommen auf das 19-Fache.
Auch bei bestimmten Deliktsfeldern zeigen sich deutliche Unterschiede. Bei Straßenkriminalität liegt die TVBZ bei deutschen Tatverdächtigen bei 168, bei Syrern bei 1291, bei Afghanen bei 1218. Ukrainische Tatverdächtige kommen hier auf 343 – immer noch doppelt so hoch wie Deutsche. Beim Ladendiebstahl liegt die TVBZ bei deutschen Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren bei 409, bei ukrainischen Kindern bei 1777. Die Rauschgiftkriminalität zeigt geringere Unterschiede: Syrer zwischen 18 und 21 Jahren liegen knapp unter dem doppelten Wert deutscher Altersgenossen.
Martin Hess kritisiert: „Das ist das vorhersehbare Ergebnis einer seit Jahrzehnten gescheiterten Migrationspolitik.“ Zwar betonen Kriminologen, dass Alter, Geschlecht und soziale Lage kriminelle Neigungen begünstigen – viele Zuwanderer sind jung, männlich und leben unter schwierigen Bedingungen. Doch das erklärt nicht alles.
Credit: APA
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