Der Trend zum sogenannten Skinimalism – also minimalistischer Hautpflege mit Fokus auf den natürlichen Teint – prägt auch das Jahr 2025. Anstelle aufwändiger Make-up-Looks geht es um einen frischen, gepflegten Glow.
Ein Bericht von Pinterest Predicts 2024 beschreibt Skinimalism als anhaltenden Megatrend, der vor allem bei der Generation Z beliebt ist. Auch laut Statista interessieren sich immer mehr Konsument:innen für „clean beauty“ und Hautpflege mit wenigen, aber wirkungsvollen Inhaltsstoffen.
Produkte wie das Niacinamide-Serum von The Ordinary oder die getönte Day Cream von Dr. Hauschka, die gleichzeitig pflegt und den Teint ausgleicht, passen ideal zum Trend. Der Fokus liegt auf unkomplizierter Routine mit sichtbarem Effekt.
Tech trifft Beauty: Künstliche Intelligenz im Badezimmer
Technologie wird auch im Kosmetikbereich zunehmend relevant. Mit der App Skin Genius von L’Oréal Paris können Nutzer:innen per Smartphone eine KI-gestützte Hautanalyse durchführen. Die App analysiert ein Selfie und gibt darauf basierend Produktempfehlungen – unter anderem auf Basis dermatologischer Datenbanken. Die Anwendung wurde erstmals 2020 vorgestellt und seither kontinuierlich weiterentwickelt.
Auch Geräte wie der FOREO BEAR 2, ein Mikrostrom-Tool für das Gesicht, erleben einen Aufschwung. Die Anwendung soll die Gesichtsmuskulatur stimulieren und die Haut straffen. Laut einer Übersichtsstudie im Journal of Cosmetic and Laser Therapy (2022) kann regelmäßige Mikrostromanwendung tatsächlich zur Verbesserung der Hautelastizität beitragen – auch wenn weitere klinische Studien wünschenswert wären.
Nachhaltigkeit als neuer Standard
Laut einer Konsumstudie von Statista (2023) achten rund 60 % der 18- bis 34-Jährigen beim Kauf von Kosmetikprodukten auf Umweltfreundlichkeit und tierleidfreie Herstellung. Nachhaltigkeit ist also längst kein Nischenthema mehr.
Marken wie Typology aus Frankreich oder das österreichische Unternehmen Eliah Sahil setzen bewusst auf nachfüllbare Verpackungen, vegane Rezepturen und verzichten weitgehend auf Plastik. Solche Konzepte treffen den Zeitgeist – und verbessern das Markenimage spürbar.
Make-up: Weniger Farbe, mehr Wirkung
Während Hautpflege dominiert, bleibt Make-up auch 2025 ein Stilmittel – allerdings dezent eingesetzt. Beerentöne auf den Lippen wie beim klassischen Rouge Dior 999 oder sanft schimmernde Lidschatten wie die Eyes to Mesmerise-Reihe von Charlotte Tilbury setzen gezielte Akzente.
Der globale Kosmetikbericht von Euromonitor (2024) bestätigt: Verbraucherinnen bevorzugen Make-up-Produkte, die sich flexibel einsetzen lassen, lange halten und gleichzeitig pflegen – sogenannte hybride Produkte.
Clean Beauty, smarte Tools und echter Glow
Der große gemeinsame Nenner aller Trends: Authentizität. Ob durch Technologie, minimalistische Pflege oder nachhaltige Verpackung – im Mittelpunkt steht das Ziel, sich wohl in der eigenen Haut zu fühlen.
Und wie gelingt der berühmte Glow? Nicht nur durch Serum und Highlighter – sondern auch durch Lebensstil: Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung und Stressabbau sind laut der American Academy of Dermatology (2024) nach wie vor die besten „Beauty-Produkte“, die nichts kosten.
Neueste Kommentare