Nahost-Krise: Kanzler Stocker beruft Nationalen Sicherheitsrat ein

Nahost-Krise: Kanzler Stocker beruft Nationalen Sicherheitsrat ein

Als direkte Reaktion auf die eskalierenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) für den kommenden Mittwoch den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Die angespannte Lage, die sich seit dem Wochenende zuspitzt, erfordert eine umfassende Neubewertung der Sicherheitslage für Österreich.

Krisentreffen im Kanzleramt

Noch vor dem Nationalen Sicherheitsrat wird, wie aus dem Kanzleramt verlautbart wurde, das Bundes-Krisensicherheitskabinett tagen. Dieses Treffen findet am Mittwoch um 9:30 Uhr im Rahmen des Ministerrats statt. Auf der Agenda stehen entscheidende Themen wie die Energiesicherheit des Landes, die innere Sicherheit und die globalen Auswirkungen der akuten Krise, die auch Österreich direkt betreffen. Im Anschluss tritt dann der Nationale Sicherheitsrat zusammen, um die Lage zu erörtern. Dieses zentrale Beratungsgremium der Bundesregierung für Außen- und Sicherheitspolitik besteht aus Regierungsmitgliedern und Vertretern aller Parlamentsparteien.

Kickl forderte rasches Handeln

Bereits am Vormittag hatte FPÖ-Chef Herbert Kickl die sofortige Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates gefordert. In einer Aussendung warnte er davor, dass die Regierung angesichts der drohenden Gefahren „nicht den Kopf in den Sand stecken“ dürfe. „Wir erleben hier eine gefährliche Dynamik, die das Potenzial hat, die gesamte Region und damit auch die ganze Welt in eine erschütternde Krise zu stürzen“, so Kickl. Er kritisierte, es sei nicht die Zeit für „nichtssagende Phrasen und Verurteilungsfloskeln“. Stattdessen brauche es klare Handlungen zum Schutz der eigenen Bevölkerung. Die Menschen müssten wissen, wie sich die Situation auf Österreich auswirke.

Sorge um Energie und Wirtschaft

Besonders die Risiken für die Energieversorgung und die wirtschaftliche Stabilität bereiten Sorgen. Die FPÖ warnte vor den Folgen, die eine mögliche Blockade der Straße von Hormuz für die globalen Lieferketten und damit auch für die Preise in Österreich haben könnte. „Haben wir uns mit den angeblich so lukrativen Flüssiggas-Deals aus Katar in die nächste fatale und teure Abhängigkeit begeben, nur um jetzt vor dem Scherbenhaufen einer gescheiterten Energiepolitik zu stehen?“, fragte Kickl in seiner Aussendung. Zudem thematisierte er die „akute Sicherheitsgefahr durch importierte Konflikte“ im Inland.

Auch Grüne besorgt

Auch Grünen-Chefin und Vizekanzlerin Leonore Gewessler äußerte sich besorgt. Angesichts der Geschehnisse wolle man „nicht zur Tagesordnung übergehen“. Die Lage sei „besorgniserregend“, sagte sie am Montag. Alle Akteure seien zur Zurückhaltung aufgerufen, da ein Chaos nur jene Kräfte stärke, die die Region destabilisieren wollen.

Quelle: oe24.at, meinbezirk.at, fpoe.at, heute.at
Credits: APA

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