In der Nacht auf Sonntag hat der Iran erneut einen massiven Raketenangriff auf Israel gestartet. Nach Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) wurden dutzende Raketen abgefeuert – vor allem auf den Norden des Landes. Es soll drei Todesopfer und 40 Verletzte geben. Israel setzt die Luftangriffe auf den Iran fort.
Laut dem IDF-Heimatfrontkommando zielte der Angriff insbesondere auf die Hafenstadt Haifa, wo 40 Raketen identifiziert wurden. Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos sind leuchtende Flugkörper am Nachthimmel zu sehen. Eine Rakete schlug in ein zweistöckiges Wohngebäude in einem Vorort östlich von Haifa ein. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom brachte sieben Menschen mit leichten Verletzungen oder Schocksymptomen ins Krankenhaus.
Knapp eine Stunde nach Beginn des Angriffs gab das Heimatfrontkommando Entwarnung: Die Bevölkerung müsse sich nicht länger in der Nähe von Schutzräumen aufhalten.
Israel reagiert mit Luftangriffen auf Teheran
Unmittelbar nach dem iranischen Angriff schlug Israel mit Luftschlägen auf Ziele in Teheran zurück. Medienberichten und Augenzeugen zufolge wurde dabei ein Öllager im Nordwesten der iranischen Hauptstadt getroffen, das in Brand geriet. Mehrere schwere Explosionen erschütterten demnach verschiedene Stadtteile. Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärte auf der Plattform X: „Teheran brennt.“
Seit dem Beginn der israelischen Großoffensive sind im Iran nach Regierungsangaben mindestens 800 Menschen verletzt und laut Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani fast 100 getötet worden. Die Verletzten seien in Krankenhäusern behandelt worden, teilte ein Beauftragter des Gesundheitsministeriums mit. 230 dieser Patienten seien schon wieder entlassen worden.
Möglicher Luftschlag in Sanaa
Parallel zu den Luftschlägen im Iran wurde auch über Explosionen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa berichtet. Erste Informationen deuten darauf hin, dass ein israelischer Angriff eine Versammlung hochrangiger Vertreter der iran-nahen Huthi-Miliz getroffen haben könnte. Ziel soll ein führender Militärkommandeur gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor.
Credit: APA
Neueste Kommentare