Millionen-Belohnung? Iran sammelt Geld für Ermordung Trumps

Millionen-Belohnung? Iran sammelt Geld für Ermordung Trumps

Im offenen Konflikt des Iran mit dem Westen liefert ein iranischer Geistlicher nun extreme Aussagen: Abdolmajid Kharaghaani, ein in sozialen Netzwerken einflussreicher, jedoch offiziell nicht amtierender Kleriker, hat öffentlich zur Sammlung von Geldern für ein Attentat auf Donald Trump und Benjamin Netanjahu aufgerufen.

In einem Interview sagte Kharaghaani laut der britischen Zeitung The Telegraph vom 2. Juli: „In Europa machen sie das für 10 bis 20 Millionen Dollar.“ Gemeint ist offenbar: Die Ermordung westlicher Spitzenpolitiker sei für diese Summe möglich – ein zynischer Hinweis auf mutmaßliche Auftragsmorde.

Kein Einzeltäter – koordinierte Aktion gefordert

Zwar betont der Geistliche, er fordere keine eigenmächtigen Einzelaktionen, sondern eine „kalkulierte, koordinierte“ Operation – und zwar in Zusammenarbeit mit den iranischen Sicherheitsdiensten. Dennoch ist der Aufruf in seiner Wirkung brisant: Kharaghaani fordert die iranische Bevölkerung auf, sich „aktiv einzubringen“ und eine „gefährliche Lage“ zu schaffen, in der sich Personen wie Trump und Netanjahu künftig „zweimal überlegen, was sie sagen“.

Seine Worte fallen in eine Phase wachsender geopolitischer Spannungen zwischen Teheran, Washington und Tel Aviv. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen Schuldzuweisungen, Angriffen und weiteren Drohgebärden.

Keine offizielle Funktion – aber gefährliche Symbolik

Obwohl Kharaghaani weder eine offizielle religiöse noch eine staatliche Funktion in der Islamischen Republik bekleidet, ist seine Reichweite in sozialen Netzwerken groß, insbesondere unter jungen, nationalistisch eingestellten Iranern. Seine Aussagen spiegeln die Rhetorik besonders radikaler Strömungen im Iran wider.

Beobachter warnen, dass solche öffentlichen Gewaltfantasien das ohnehin fragile Verhältnis des Iran zum Westen weiter verschärfen könnten – und stellen mögliche diplomatische Reaktionen der USA und Israels in Aussicht.

Erinnerung an frühere Aufrufe zur Gewalt

Kharaghaanis Initiative erinnert an die sogenannte Fatwa gegen den britisch-indischen Schriftsteller Salman Rushdie, die 1989 vom damaligen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgesprochen wurde und weltweit für Schlagzeilen sorgte. Auch damals hatte ein religiöser Aufruf außerhalb staatlicher Kanäle globale Folgen.

Ob Teherans Führung die Äußerungen Kharaghaanis dulden wird, ist derzeit unklar. Eine offizielle Stellungnahme liegt bislang nicht vor.

Internationale Beobachter alarmiert

In diplomatischen Kreisen zeigt man sich hochgradig besorgt über die öffentliche Aufstachelung zu politisch motivierten Morden. Insbesondere in westlichen Hauptstädten dürften Sicherheitsdienste solche Aussagen als ernstzunehmende Bedrohung einstufen.

Credit: Screenshot X

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