In Bad Vöslau im Bezirk Baden ist ein Mann von der Polizei erschossen worden, nachdem er zuvor seine Partnerin mit einem Messer schwer verletzt hatte. Die Frau wurde ins Spital gebracht, die genauen Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Hilfeschreie alarmierten Nachbarn
Gegen 13.15 Uhr am Mittwoch bemerkten mehrere Personen in einem Mehrparteienhaus Hilfeschreie sowie einen Streit und verständigten die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten die betroffene Wohnung rasch lokalisieren und fanden dort eine schwer verletzte Frau vor. Der Mann soll ihr laut bisherigem Ermittlungsstand mehrmals mit einem Messer zugefügt haben.
Schusswaffengebrauch mit tödlichem Ausgang
Im Zuge der polizeilichen Amtshandlung kam es zu einem Schusswaffengebrauch. Ein Sprecher der Landespolizeidirektion, Johann Baumschlager, bestätigte: „Im Zuge der Amtshandlung kam es zu einem Schusswaffengebrauch seitens der Polizei.“ Der Beschuldigte erlitt dabei tödliche Verletzungen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es sich bei dem Mann um einen 39-Jährigen handeln, bei der Frau um eine 27-Jährige. Zu Alter oder Nationalität der Beteiligten machte die Polizei auf Anfrage zunächst keine offiziellen Angaben.
Ermittlungen auf zwei Ebenen
Die eigentlichen Tatermittlungen liegen beim Landeskriminalamt Niederösterreich, konkret bei den Bereichen Leib/Leben sowie dem Assistenzbereich Tatort. Am Tatort wurden bereits Spuren gesichert, das verwendete Messer wurde sichergestellt. Parallel dazu wird der Ablauf des polizeilichen Schusswaffengebrauchs von der Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe (EBM) geprüft, die im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) angesiedelt ist – eine in solchen Fällen übliche unabhängige Überprüfung des Polizeieinsatzes.
Hinweis: In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter 0800-222-555 (www.frauenhelpline.at), beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (www.aoef.at), beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 sowie bei den Österreichischen Gewaltschutzzentren unter 0800/700-217 (www.gewaltschutzzentrum.at). Im Notfall: Polizei-Notruf 133.
Credits: FotoGablitz
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