Kickl trifft Likud-Vertreter bei Straßburger Konferenz

Kickl trifft Likud-Vertreter bei Straßburger Konferenz

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat am Mittwoch in Straßburg an einem Tisch mit mehreren führenden Vertretern der israelischen Regierungspartei Likud gesessen. Organisiert wurde das Treffen von FPÖ-EU-Abgeordnetem Harald Vilimsky – nicht überall in Israel stößt die Annäherung auf Zustimmung.

Monatelange Vorbereitung für ein Treffen im EU-Parlament

Das Zusammentreffen war das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen durch Vilimsky, der die Konferenz zu den Themen Antisemitismus, Antizionismus und Islamismus organisierte. Neben mehreren Likud-Vertretern, überwiegend aus dem rechten Flügel der Partei, nahmen auch Vertreter anderer rechter Parteien in Europa teil, darunter die ungarische Fidesz und die spanische Vox-Partei, sowie ein Vertreter jüdischer Siedler im Westjordanland.

Vilimsky spricht von „Freundschafts-Achse“

Wie der „Kurier“ über das Treffen berichtet, sprach Vilimsky stolz von einer „Freundschafts-Achse“, die er zu führenden Vertretern Israels geknüpft habe – „die Linken in Wien“ würden ihn dabei nicht kümmern.

Kickl positioniert sich als Verbündeter Israels

Auch Kickl selbst äußerte sich bei der Konferenz. Er betonte, kein „Pauschalurteil“ gegen Muslime fällen zu wollen, sprach zugleich aber von einer „alarmierenden Eskalation des Antisemitismus in Europa“. Die FPÖ stehe an der Seite Israels und werde das jüdisch-christliche Erbe in Europa verteidigen, so der Parteichef.

Gespaltenes Echo in Israel

Trotz der von Likud-Seite betonten Freundschaft zu den österreichischen Freiheitlichen ist der Widerstand gegen FPÖ-Vertreter in Israel selbst keineswegs erloschen – viele dort sehen die Partei nach wie vor kritisch. Zur politischen Ausrichtung der aktuellen israelischen Regierungskoalition unter Netanjahu, der auch Minister vom äußersten rechten Rand des Likud angehören, gibt es in internationalen Medien und bei Menschenrechtsorganisationen unterschiedliche, teils sehr kritische Einschätzungen – eine differenzierte Einordnung, die über den Rahmen dieses Berichts zum Straßburger Treffen hinausgeht.

Ob und wie sich aus dem Treffen konkrete politische Kooperationen zwischen FPÖ und Likud entwickeln, bleibt vorerst offen.


Credits: Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

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