Messer-Angriff bei Holocaust-Denkmal: Täter verhaftet

Messer-Angriff bei Holocaust-Denkmal: Täter verhaftet

Über die Herkunft oder Nationalität des Tatverdächtigen hat die Polizei in Berlin noch nichts gesagt – der Mann, der einen Touristen (30) aus Spanien bei der Gedenkstätte für die ermordeten Juden plötzlich mit einem Messer angegriffen hat, konnte aber in der Nacht auf heute in der Nähe des Tatorts verhaftet werden.

Nach Angaben der Polizei verweigerte der Festgenommene zunächst die Aussage. Der Mann hatte nach Polizeiangaben keine Papiere bei sich und war leicht bekleidet.

„Die Person wird in ein Polizeigewahrsam gebracht und wird von den Ermittlern weiter vernommen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath laut der Tageszeitung Welt. „Wir haben absolut keine Ahnung, was das Motiv für die Tat war.“ Die Kriminalpolizei befrage Zeugen, zahlreiche Beamte seien im Einsatz. Eine Verbindung zwischen dem Verdächtigen und dem Opfer laut Polizei zunächst nicht erkennbar. Der Spanier hielt sich demnach zu Besuch in Berlin auf.

Polizeisprecher Nath erklärte, es werde „in alle Richtungen“ ermittelt. „Wir haben das LKA 11 für Kapitaldelikte an Menschen und wir haben das LKA 8 für islamistischen Terrorismus hinzugezogen, um alle möglichen Spuren und alle möglichen Hinweise in alle Richtungen sofort verfolgen zu können“, betonte Nath. Anhaltspunkte dafür gab es den Angaben nach aber nicht. Auch die Nationalität des Verdächtigen sei unbekannt.

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte befindet sich nahe dem Brandenburger Tor und des Potsdamer Platzes. Das im Jahr 2005 vom Bund errichtete Denkmal für die ermordeten Juden in Europa besteht aus mehr als 2700 Beton-Stelen. Gegenüber des Denkmals befindet sich auch die US-Botschaft. 

 

 

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