Marterbauer verrät seine Pension: 4.500 Euro – während 2,1 Millionen Österreicher sparen müssen

Marterbauer verrät seine Pension: 4.500 Euro – während 2,1 Millionen Österreicher sparen müssen

Der Minister, der das härteste Sparpaket seit Jahren mitverantwortet, gibt im Podcast Einblick in seine eigene Altersvorsorge. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) wird die Höchstpension erhalten. Das sorgt für Gesprächsstoff.

4.500 Euro Höchstpension – für den Finanzminister

Im Finanzpodcast „Ziemlich Gut Veranlagt“ von Kurier und kronehit sprach Marterbauer ungewohnt offen über seine persönliche Altersvorsorge. Auf die Frage, wie er selbst spare, antwortete er laut heute.at: „Meine wichtigste Altersvorsorge ist die gesetzliche Pensionsversicherung. Ich werde die Höchstpension bekommen, die liegt jetzt bei 4.500 Euro.“ Und beim laufenden Einkommen? „Mein Einkommen ist zum Glück so hoch, dass ich mir das während des Jahres zurücklegen kann.“

Die Aussagen kommen zur denkbar ungünstigsten Zeit: Zeitgleich hat das Sozialministerium bestätigt, dass 2,1 Millionen Pensionisten 2027 eine Erhöhung unter der Inflationsrate von 2,95 statt 3,3 Prozent erhalten – was dem Budget 280 Millionen Euro einsparen soll.

Pensionssystem unter Druck – aber nicht durch höheres Antrittsalter

Im Podcast erklärte Marterbauer laut heute.at auch, warum das heimische Pensionssystem kränkelt: Zwei Faktoren seien entscheidend. Erstens werde die Gesellschaft älter, die geburtenstarken Jahrgänge gingen zunehmend in Pension. Zweitens habe eine Wirtschaftskrise die nächste gejagt, was zu schwacher Beschäftigungsentwicklung und damit weniger Einzahlern ins System geführt habe.

Eine schnelle Lösung über ein höheres Antrittsalter lehnt Marterbauer dabei ab: „Man könnte das vielleicht ab dem Jahr 2035 machen. Schnell hilft es, wenn die Leute nicht mit 62 in Pension gehen, sondern mit 65 und bis dahin gesund sind und einen Job haben.“

„Trumpflation“ als Inflationstreiber

Beim Thema Inflation machte Marterbauer laut heute.at US-Präsident Donald Trump mitverantwortlich für den neuerlichen Anstieg. Im Jänner und Februar habe die Teuerung noch bei knapp über zwei Prozent gelegen, seitdem sei sie auf über drei Prozent gestiegen – rein getrieben durch Treibstoffpreise. Marterbauer nannte das eine „Trumpflation durch den Krieg gegen den Iran.“ Und zur Frage, wie es im Konflikt weitergehe: „Ich fürchte, der Herr Trump weiß auch nicht, wie es weitergehen soll. Das ist noch beunruhigender.“

Credits: APA

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