Ab dem 26. September zieht FPÖ-Chef Herbert Kickl wieder durch Österreichs Bundesländer. Unter dem Motto „Wir sind für Euch da!“ plant die Partei eine mehrwöchige Tour – mit landwirtschaftlicher Begleitung.
Start in Osttirol, Finale am Nationalfeiertag
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz präsentierte die Pläne am Montag bei einer Pressekonferenz. Los geht es demnach in Osttirol und Kärnten, insgesamt zehn Termine sind über den Herbst verteilt geplant. Den Abschluss der Tour bildet eine Veranstaltung vor der FPÖ-Parteizentrale in Wien am Nationalfeiertag.
„Nicht gegen die Menschen, sondern mit den Menschen“
Ziel der Tour sei es, sich die Sorgen der Bevölkerung direkt anzuhören, erklärte Schnedlitz, der neben seiner Funktion als Generalsekretär auch offiziell Heimatschutzsprecher der Partei ist. Er wählte dafür ein pointiertes Bild: „Wenn man den Sommer so betrachtet, könnte man denken, die Menschen stehen alleine da. Dem ist aber nicht so.“ Kickl gehe „wieder auf Tour – und zwar nicht gegen die Menschen, sondern mit den Menschen.“
Seitenhieb gegen Kanzler Stockers Sommertour
Noch bevor die eigene Reise überhaupt begonnen hat, nutzte Schnedlitz die Pressekonferenz für einen Angriff auf die zurückliegende Österreich-Tour von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Diese sei „rein vom Steuerzahler“ finanziert worden, kritisierte der FPÖ-General und warf der ÖVP insgesamt vor, „Lichtjahre von der Lebensrealität der Menschen entfernt“ zu sein. Besonders Stockers vielkritisierte Aussagen zur Kinderbetreuung hätten aus seiner Sicht das „wahre Gesicht“ der Volkspartei offengelegt.
Der Gemüsetraktor als fixer Programmpunkt
Ein besonderes Detail der Tour: Bei jeder Veranstaltung soll ein Gemüsetraktor von Landwirten vor Ort mit dabei sein, dessen Inhalt anschließend an die Besucher verteilt wird – eine bildhafte Verbindung zwischen ländlicher Symbolik und politischer Wahlkampfbühne.
Ob die Tour ähnliche mediale Aufmerksamkeit erzeugt wie frühere Kickl-Auftritte, dürfte sich mit dem Start in Osttirol am 26. September zeigen.
Credits: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
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