Ausgerechnet am Pride-Wochenende in Wien sorgt die FPÖ mit einem KI-generierten Werbeplakat für unfreiwillige Heiterkeit im Netz.
Was passiert ist
Die FPÖ bewirbt ihr Volksfest am 20. Juni am Wiener Stephansplatz — gefeiert wird, etwas verspätet, der 70. Geburtstag der Partei. Mit dabei sind Parteichef Herbert Kickl und Schlagersänger Roberto Blanco. Für das Werbematerial verließ sich die Partei offensichtlich auf eine KI-Bildgenerierung. Das Ergebnis: Neben lachenden Festbesuchern beiderlei Geschlechts zeigt das Plakat eine Figur mit langen Haaren, Bart und Dirndlkleid — eine Kombination, die laut oe24.at eher an Conchita Wurst erinnert als an das Klientel, das die FPÖ üblicherweise anspricht.
Das Netz amüsiert sich — und die Opposition auch
Die Häme ließ nicht lange auf sich warten. NEOS-Abgeordnete Henrike Brandstötter kommentierte im Nationalrat: „Eine Frau — mit Bart und Dirndlkleid. Wie kann das passieren? Warm, wärmer — happy Pride.“ Ex-Grünen-Abgeordneter Michel Reimon brachte es kurz und knackig: „KI ist ein Hund.“
Die Ironie dahinter
Was den Vorfall politisch pikant macht: Die FPÖ hat sich über die Jahre als vehemente Kritikerin von Genderpolitik, LGBTQ+-Rechten und dem sogenannten „Genderwahnsinn“ profiliert. Dass ausgerechnet ihr Jubiläumsplakat eine androgyne Figur zeigt — und das ausgerechnet am Pride-Wochenende in Wien — liefert der Opposition eine Pointe, die sie nicht selbst hätte erfinden können.
Credits: Screenshot
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