Die aktuelle Lazarsfeld-Kanzlerfrage für oe24 schreibt Politikgeschichte – auf traurige Weise für die Koalition. Während FPÖ-Chef Herbert Kickl souverän dominiert, wird Vizekanzler Andreas Babler von der Chefin einer Partei überholt, die dreimal weniger Wähler hat.
Kickl bei 35 Prozent – Stocker schafft nicht einmal die Hälfte
Wie oe24.at unter Berufung auf die Lazarsfeld-Erhebung vom 18. und 19. Mai (1.000 Befragte) berichtet, würden 35 Prozent der Österreicher Herbert Kickl direkt zum Bundeskanzler wählen. Der amtierende Regierungschef Christian Stocker (ÖVP) kommt dagegen auf gerade einmal 13 Prozent – nicht einmal die Hälfte des Kickl-Wertes. Wie oe24.at kommentiert, ist das „blamabel für einen Regierungschef.“
Babler auf historischem Tief – hinter Meinl-Reisinger
Noch schlechter trifft es SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler. Wie oe24.at berichtet, würden nur noch 7 Prozent der Befragten Babler direkt ins Kanzleramt wählen – damit liegt er hinter NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, die auf 8 Prozent kommt. Das entspricht in etwa der Stärke ihrer Partei in der Sonntagsfrage. Zur Erinnerung: Die SPÖ holte bei der letzten Nationalratswahl fast dreimal so viele Stimmen wie die NEOS. Grünen-Chefin Leonore Gewessler liegt mit 6 Prozent am Ende der Skala.
Regierungszufriedenheit auf Tiefstand
Wie oe24.at unter Berufung auf die Lazarsfeld-Zufriedenheitsfrage berichtet, sind aktuell nur noch 21 Prozent der Österreicher mit der Regierung zufrieden. 52 Prozent sind unzufrieden, 37 Prozent stufen die Arbeit der Koalition sogar als „sehr schlecht“ ein – ein Wert, der sich mit dem laufenden Sparpaket, der Inflation und den anhaltenden Energiepreisfolgen des Iran-Kriegs erklärt.
SPÖ muss sich Babler-Frage stellen
Wie oe24.at festhält, stellt sich für die SPÖ angesichts dieser Zahlen eine zentrale Frage: Ob die Partei mit Babler noch einmal in eine Wahl ziehen kann. Seit seinem Parteitag-Ergebnis von über 80 Prozent im März und vermeintlichen Erfolgen wie der Mehrwertsteuersenkung und der Spritpreisbremse hat sich an seiner persönlichen Popularität nichts verbessert. Derzeit deute alles auf einen „roten Totalabsturz“ hin, so oe24.at.
Credits: APA
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