Die Tat ereignete sich im März 2024 in der Frankfurter Kaiserpassage. Nach einem Streit stach der ehemalige Müllmann laut Anklage mindestens zehn Mal auf den im Rollstuhl sitzenden Mann (43) ein. Das Opfer war beinamputiert, wog nur 43 Kilo und starb später im Krankenhaus. Ein Zeuge sagte vor Gericht: „Es sah aus, als würde er ihn abschlachten.“
Andreas W. hatte kurz vor der Tat seinen Job verloren und war wohnungslos geworden. Laut Ermittlungen wollte er mit dem Mord gezielt ins Gefängnis, um der Obdachlosigkeit zu entgehen. „Das schien ihm die beste Lösung für seine Probleme zu sein“, so die Vorsitzende Richterin. Die Staatsanwaltschaft sprach von heimtückischem Mord aus niedrigen Beweggründen.
Vor der Tat hatte der Angeklagte im Internet nach Begriffen wie „Gefängnis letzte Rettung“ gesucht. Die Verteidigung sprach von einer spontanen Reaktion in einer bedrohlichen Situation und forderte eine Haftstrafe zwischen fünf und sieben Jahren wegen Totschlags.
Das Gericht folgte der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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